Abpfiff
Juni 18, 2011 8:45 nachm. CEST
Energi Nord Arena — Aalborg
Schiedsrichter:‬ M. Mažić‎
Zuschauer:‬ 9308‎
 

U21-EM: Der Gastgeber verabschiedet sich

Die Entscheidung ist gefallen. Der Gastgeber der U21-EM Dänemark musste sich Island geschlagen geben und ist raus. Gleiches gilt für den Sieger des Spiels.

Von Dennis Sailsdorfer

Denmark 2011 U21 Euro (Getty Images)
Getty Images
Aalborg. Das heimische Publikum erschien zahlreich, um am Samstagabend zu sehen, wie die eigene Mannschaft ins Halbfinale einzieht. Doch daraus wurde nichts. Dänemark hatte das Spiel in der Hand und erspielte sich gute Chancen. Die Tore sollten aber nicht fallen. Den Isländern war der Fußballgott bei dieser EM trotz des 3:1 (0:0)-Sieges leider nicht hold, denn es reichte ebenfalls nicht zum Weiterkommen. Dennoch schossen sie endlich ihr Tor. Allerdings sollte es erst in Hälfte zwei dazu kommen.

Nielsen, Eriksen und Jörgensen gegen Björnsson

Phasenweise wurde nur auf ein Tor gespielt und die Szenen glichen sich. Die Protagonisten der ersten 45 Minuten, Eriksen und Jörgensen, versuchten es oft mit Weitschüssen, fanden aber in Antagonist Björnsson, dem isländischen Torwart, ihren Meister. Auch in den Drangphasen der Dänen (so zum Beispiel zwischen der 28. und 31. Minute als sie vier Ecken hatten) war der Keeper nicht zu überwinden. Genau eine Minute darauf hatten die heimischen Fans aber schon den Torschrei auf den Lippen. Wass setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und flankte in die Mitte, wo Stürmer Nicki Bille Nielsen völlig freistand, den Ball aber wenige Zentimeter rechts am Pfosten vorbeischoss (32.). Diesmal kam Björnsson nicht an die Kugel, war aber heraus gestürmt, um den Angreifer zu stören. Es entwickelte sich zum Privatduell zwischen der dänischen Offensive und dem isländischen Keeper. Mit einem 0:0 verschwanden beide Teams in den Kabinen zur Halbzeitpause.

Isländer mit Schwung aus der Pause

Nach der ersten Halbzeit dachten alle noch, es sei eine Frage der Zeit, bis die Dänen ein Tor schießen, doch es waren die Isländer, die eiskalt zuschlugen. Wie schon gegen die Schweiz kam das Team besser aus der Pause. Erneut musste der isländische Eyjölfur Sverrisson die besseren Worte als sein Gegenüber Keld Bordinggaard gefunden haben. Oder war es der Pausentee? Möglicherweise war es auch der Wille endlich den Fans einen Sieg zu schenken. Ganz egal, was es war: Island begann einen Sturmlauf, bei dem deutlich mehr als die beiden Tore hätten fallen können. Das Erste fiel in der 58. Minute durch Sigthorsson, nachdem er eine Hereingabe von der linken Seite am dänischen Torhüter vorbeispitzelte. Schon zwei Minuten danach war es wieder eine Flanke von links, die aber diesmal Bjarnason mit dem Kopf verwertete (60.). In Minute 70 waren es erneut die Isländer, die ihr Tor bejubelten, jedoch sahen sie den Linienrichter nicht, der vorher seine Fahne gehoben hatte: Abseits.

Wahnsinn in der Gruppe A

Irgendwie ließ die Wirkung des Pausentees nach, denn Island fand sich immer öfter in der Defensive wieder. Den Dänen war nicht entgangen, dass sie mindestens einen Punkt holen mussten, um das Halbfinale zu erreichen. Daher warfen sie nun alles nach vorne und sie wurden belohnt. Bashkim Kadrii ließ Dänemark noch einmal hoffen (81.). Povlsen hob den Ball von der rechten Seite in den Strafraum und Bashkim war zur Stelle. Die Chancen häuften sich, doch der Ausgleich sollte nicht fallen. Ganz im Gegenteil. Mit einem Traumtor zum 3:1 von Valgardsson, der sich aus gut 22 Metern ein Herz nahm und abzog. Keeper Andersen streckte sich zwar, musste sich aber doch geschlagen geben. Der Ball knallte noch an die Latte, aber von dort ins Tor (92.). Letztendlich trafen in Aalborg die beiden Verlierer der Gruppe A aufeinander, denn Dänemark und Island sind raus. Es wäre wegen des hohen Sieges der Schweiz über Weißrussland fast zum Happy End für die Isländer gekommen. Doch leider war es ein Tor zu wenig, das Island gebraucht hätte um ein besseres Torverhältnis als Weißrussland zu haben. Die Osteuropäer ziehen nun mit zwei Niederlagen trotzdem ins Halbfinale ein.

Eure Meinung: Seid ihr zufrieden mit den Halbfinalisten?


Island U21

-
-
15
-
-
-
-
-
-
Eggert Jonsson
Mittelfeldspieler
-
7
Birkir Bjarnason
Mittelfeldspieler
60′ 79′
-
-
Gylfi Sigurdsson
Mittelfeldspieler
23′
-
17
Aron Einar Gunnarsson
Mittelfeldspieler
45′
-
7
Johann Gudmundsson
Mittelfeldspieler
-
21
Rurik Gislason
Mittelfeldspieler
57′ 68′
-
9
-

Dänemark U21

-
31
Mikkel Andersen
Torhüter
-
25
Zanka
Verteidiger
-
-
Andreas Bjelland
Verteidiger
-
15
Nicolai Boilesen
Verteidiger
-
-
Daniel Wass
Verteidiger
78′
-
28
Mike Jensen
Mittelfeldspieler
83′ 88′
-
8
Christian Eriksen
Mittelfeldspieler
-
-
Kasper Povlsen
Mittelfeldspieler
-
24
Bashkim Kadrii
Stürmer
81′
-
22

Ersatzbank & Wechsel

-
-
-
-
-
-
3
-
-
-
31
Bjarni Vidarsson
Mittelfeldspieler
-
31
Arnor Smárason
Mittelfeldspieler
79′
-
-
Almarr Ormarsson
Mittelfeldspieler
-
-
Gudmundur Kristjansson
Mittelfeldspieler
-
-
-

Ersatzbank & Wechsel

-
-
Jonas Lössl
Torhüter
-
-
Nicklas Hojlund
Torhüter
-
2
Anders Randrup
Verteidiger
-
-
Mads Fenger
Verteidiger
78′
-
31
Lasse Nielsen
Verteidiger
-
43
Frederik Sorensen
Verteidiger
-
-
Mads Winther Albæk
Mittelfeldspieler
-
27
Thomas Delaney
Mittelfeldspieler
-
-
Matti Lund Nielsen
Mittelfeldspieler
-
18
Nicolaj Agger
Stürmer
88′
-
20
 
  • Tor
  • Eigentor
  • Elfmeter
  • Elfmeter verschossen
  • Gelbe Karte
  • Vorlage
  • Elfmeter gehalten
  • Tor Elfmeterschießen
  • Fehlversuch Elfmeterschießen
  • Gelb-Rote Karte
  • Rote Karte
  • Einwechslung
  • Auswechslung
  • Verletzung
  • Goal.com Note
  • Man of the Match der Redaktion
  • Flop of the Match der Redaktion
  • Top & Flop Rang
  • Man of the Match der User
  • Flop of the Match der User
Top-Torjäger
Spieler   Tore Elfmeter
Adrián Adrián
Angriff
Spanien U21
5 0
Admir Mehmedi Admir Mehmedi
Angriff
Schweiz U21
3 1
Juan Mata Juan Mata
Angriff
Spanien U21
2 1
Andrei Voronkov Andrei Voronkov
Mittelfeld
Weißrussland U21
2 1
Danny Welbeck Danny Welbeck
Angriff
England U21
2 0