August 26, 2010 8:00 nachm. CEST
Spielbericht Europa-League-Playoff: Tavrija Simferopol – Bayer Leverkusen
Nach dem Hinspiel konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Dennoch geriet Bayer in der ersten Halbzeit unter Druck und der komfortable Vorsprung aus dem ersten Duell wackelte. Nach der Pause machte Leverkusen dann aber alles klar.
(dab) Simferopol. Bayer Leverkusen hat die Gruppenphase der Europa League erreicht. Bei Tavrija Simferopol siegte die „Werkself“ mit 3:1 (0:1). Dabei nutzte der Bundesligist eine Leistungssteigerung nach der Pause, um das Spiel noch zu drehen.
PERSONAL & TAKTIK
Drei Veränderungen nahm der Simferopol-Trainer Sergiy Puchkov im Vergleich zum Hinspiel vor. Beim zweiten Duell setzte er in seiner 3-5-2-Taktik auf Mukhovikov. Lutsenko und Kornyev, die neu in die Mannschaft kamen.
Bayer-Trainer Jupp Heynckes stellte seine Mannschaft im 4-4-2-System auf und gönnte erfahrenen Stammspielern wie Sami Hyypiä, Michal Kadlec oder Stefan Kießling eine Pause. Auch Michael Ballack spielte nicht mit. Dafür bekamen unter anderem Hanno Balitsch, Lars Bender und Burak Kaplan eine Bewährungsprobe.
SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE
Das Spiel begann mit einem Schock für Bayer: Schon in der 5. Minute geriet Leverkusen in Rückstand. Nach einer Ecke leistete sich Eren Derdiyok ein völlig überflüssiges Handspiel und den fälligen Strafstoß versenkte Isi Lucky Idahor zum 1:0 für Simferopol im Netz. Die Ukrainer witterten danach ihre Chance zur Sensation und gaben weiter Gas. Bayer kam zunächst nicht ins Spiel und hatte außer einigen Fernschüssen wenig zu bieten.
Der Rhythmus beim Bundesligisten fehlte völlig, sodass die 1:0-Führung für Simferopol völlig in Ordnung ging. In einer hektischen Partie gab es allein vor der Pause schon sechs Gelbe Karten vom rumänischen Schiedsrichter.
SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE
Simferopol hoffte auf das große Wunder – und Bayer riss die Gastgeber aus den Träumen. Nach einem Foul von Lutsenko an Barnetta entschied der Referee zum zweiten Mal an diesem Abend auf Elfmeter (50.). Arturo Vidal verwandelte den Strafstoß zum 1:1. Damit benötigten die Ukrainer vier Tore um weiter zu kommen.
Dennoch bemühten sich die Gastgeber und prüften Rene Adler zwei Mal (61., 71.). Bayer hatte das Ganze nach dem Seitenwechsel deutlich besser im Griff, denn mit dem eingewechselten Renato Augusto lief auch das Spiel nach vorne viel besser. In der 74. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung: Nach einer Flanke von Lars Bender schoss Denys Holaido zum 1:2 ins eigene Netz.
Der Rest war nur noch ein Auslaufen für die Bayer-Profis, die in der Nachspielzeit noch einen weiteren Treffer nachlegten: Gonzalo Castro machte kurz vor dem Abpfiff das 3:1 (90.+2) und Bayer konnte sich danach schnell zum Flughafen aufmachen, um die Heimreise anzutreten.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Wenn die Ukrainer in der Pause beim 1:0-Zwischenstand noch Hoffnung auf die Sensation gehabt haben, dann war sie spätestens in der 50. Minute verflogen: Nach einem Foul von Lutsenko an Barnetta entschied der rumänische Schiedsrichter richtigerweise auf Elfmeter und Arturo Vidal erzielte vom Punkt aus das 1:1. Damit waren alle Zweifel an Bayers Weiterkommen ausgeräumt.
SPIELER DES SPIELS: Lars Bender
Der Mittelfeldspieler war einer der Gewinner der Partie in der Ukraine, denn er nutzte seine Chance, die er von Beginn an erhielt. Immer wieder trieb er das Bayer-Spiel nach vorne und war auch schon in der ersten Halbzeit stark. Nach der Pause profitierte er dann noch von der Bayer-Leistungssteigerung und legte noch nach. Es war seine Flanke, die schließlich vom Ukrainer Holaido zum 2:1 für Leverkusen ins eigene Netz geschoben wurde (74.).
SCHIEDSRICHTER: Alexandru Tudor (Rumänien) – Note: 5
Keine wirklich konsequente Vorstellung des Unparteiischen. Verweigerte Bayer kurz nach dem 1:1 einen weiteren Elfmeter (52.) und vergaß die zweite Gelbe für das Foul von Lutsenko. Vor der Pause eine kleinliche Auslegung, die unnötig Hektik in die Begegnung brachte.
Anmerkung: Die Noten reichen wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (Weltklasse).
SPIELNOTE: 7
Trotz des klaren Hinspielergebnisses spielten beide Mannschaften nach vorne und zeigten den Zuschauern gleich reihenweise gute Chancen. Das temporeiche, intensive Spiel war interessant – auch wenn es eigentlich um nicht mehr viel ging.
FAZIT
Bayer Leverkusen hat das geschafft, was alle Beteiligten schon nach dem Hinspiel erwartet hatten: Die Mannschaft steht in der Gruppenphase der Europa League. In Simferopol brauchte es allerdings eine Leistungssteigerung nach der Pause, um auch das zweite Duell siegreich zu gestalten.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum Spiel von Bayer Leverkusen?
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Joseph Akpala
Angriff Brugge |
7 | 0 |
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Matias Suarez
Angriff Anderlecht |
7 | 0 |
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Dmitri Sytchev
Angriff Lokomotiv Moscow |
6 | 3 |
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|
Klaas-Jan Huntelaar
Angriff Schalke |
6 | 2 |
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Miroslav Radovic
Mittelfeld Legia |
6 | 0 |