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September 18, 2010 3:30 nachm. CEST
Mercedes-Benz-Arena — Stuttgart
Schiedsrichter: M. Wingenbach
Zuschauer: 39500
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach
VfB Stuttgart
Spielbericht Bundesliga: VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach
Torfestival in Stuttgart! Borussia Mönchengladbach wurde regelrecht von den Schwaben auseinander genommen! Pogrebnyak steuerte zum 7:0-Sieg drei Treffer bei. Eine ungemein attraktive Partie, in der Gladbach sich katastrophal schwach präsentierte.
Von Dirian EL AMINE
Stuttgart. Zugegebenermaßen, einen solchen Kantersieg hatte niemand erwartet: 7:0! Doch der VfB Stuttgart drehte von der ersten Minute an auf, Borussia Mönchengladbach musste an diesem Tag bluten.
PERSONAL & TAKTIK
Beim VfB Stuttgart kehrte Mathieu Delpierre nach viermonatiger Verletzungspause wieder in die Startformation zurück, Serdar Tasci stand hingegen nicht einmal im Kader. In der Offensive setzte Trainer Gross wieder auf Cacau und Pogrebnyak, flankiert von Didavi und Camoranesi.
Gladbach formierte sich – wie die Hausherren auch – im 4-4-2 mit der Doppelsechs aus Marx und Bradley. Reus und Idrissou stürmten für die „Fohlen“.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Partie hatte noch gar nicht richtig begonnen, da stand es auch schon 1:0! Nach einer Flanke von Christian Träsch steht Pavel Pogrebnyak genau richtig und locht ein. Da waren gerade einmal 96 Sekunden auf der Uhr abgelaufen. Der Russe erzielte das schnellste Tor dieser Bundesliga-Saison. Auch nach dem Führungstreffer ließen die Schwaben nicht locker, drängten auf das 2:0. Über die Flügel entwickelte man viel Druck, Gladbachs Defensive war schlichtweg überfordert mit dem unerwarteten Sturmlauf der Hausherren.
Schon nach 14 Minuten hätte Cacau erhöhen können: Gut von Didavi eingesetzt und freistehend vergibt der Nationalspieler die Direktabnahme aus aussichtsreicher Position. Besser machte es Georg Niedermeier. Der Verteidiger trifft nach Camoranesis Eckstoß zum 2:0. Der Ball passiert die Linie, springt dann wieder aus dem Tor. Doch es gibt keinen Zweifel: Die Kugel war drin (21.)! Nach einer gespielten halben Stunde schaltete der VfB einen Gang zurück, spielte aber weiter sehr engagiert und erarbeitete sich viele Chancen. Die Pausenführung hätte durchaus noch höher ausfallen können!

Riesen-Jubel: Georg Niedermeier und Daniel Didavi.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Gäste zeigten sich nach der Pause bemühter – Coach Frontzeck hatte in der Kabine wohl ein Unwetter losgelassen und die Mannschaft hart kritisiert. Doch es nützte nichts: Der VfB machte weiter, wie er aufgehört hatte. Nach einem Eckball von der rechten Seite macht Pogrebnyak sein zweites Tor (55.). Die Gladbacher-Abwehr wirkt gänzlich unsortiert – 3:0 führen die Schwaben. Nur wenig später hatten die Gäste gar Glück, dass Schiedsrichter Wingenbach nach Dantes Foul an Cacau nicht auf Strafstoß entschied.
Aber nur wenige Augenblicke später wurden die Zornfalten auf Michael Frontzecks Stirn noch tiefer; die Schwaben erhöhten auf 4:0! Arthur Boka schießt kräftig aus der Distanz aufs Tor, Torwart Bailly wehrt ab, doch der Ball landet vor Pogrebnyaks Füßen! Und der Russe macht sein drittes Tor (61.)! Das ist unglaublich! Nur drei Minuten später: Der Torreigen riss nicht ab – Kuzmanovic tritt einen Freistoß mit Wucht aufs Tor, die Mauer steht schlecht, und das Leder fliegt in den Winkel! Das 5:0 (64.)! Ein Fußballfest war das hier in Stuttgart. So sieht Wiedergutmachung aus – nach drei Niederlagen zum Bundesliga-Auftakt.
Es war kein Ende in Sicht – für den VfB. Gladbach sehnte sich nach dem Schlusspfiff, doch es waren noch über 20 Minuten zu spielen. Und die nutzte der VfB, zum Toreschießen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke haut Träsch die Kugel in die Mitte, dort nickt der wiedergenesene Delpierre zum 6:0 ein (73.)! Toreschießen leicht gemacht. Und jeder wollte mitmachen: Marica bekommt in der 80. Minute den Querpass von Didavi im Sechzehner vor die Füße, schließt ab – 7:0. Das ist absolut verrückt, was die Schwaben hier leisten! Die Gäste baten um Gnade, waren froh um jede Minute, die hier verstrich. Und dann endlich war tatsächlich Schluss
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN
Das Spiel begann und Stuttgart traf. Pogrebnyaks 1:0 leitete den freudigen Torreigen der Schwaben ein. Nach Träschs Flanke ist der Russe im Sechzehner zur Stelle, trifft – sein erstes von drei Toren. Damit war der Mann des Tages ausgemacht, neben ihm agierten Cacau, Didavi, Camoranesi und auch Verteidiger Träsch in weltklasse Manier. Mit technischer Finesse, läuferischem Engagement und einem hohen Maß an Kaltschnäuzigkeit wurden die Gäste auseinandergenommen.
SPIELER DES SPIELS: Pavel Pogrebnyak – Note: 9,5
Der Mann glänzt nicht nur, er arbeitet, er schuftet, rennt. Wie schon gegen Bern Antreiber Nummer eins. Zudem mit drei Toren ganz klar Man of the Match!
SPIELNOTE: 9
Einseitig war die Partie zwar, doch das störte den neutralen Beobachter nicht. Höhepunkte satt, sieben Tore und Torraumszenen im Minutentakt. Das ist Fußball!
SCHIEDSRICHTER: Markus Wingenbach – Note: 6
Hätte Stuttgart gar noch einen Elfmeter zusprechen müssen, nachdem Dante Cacau im Sechzehner fällte. Sonst wenige Probleme in einer leicht zu leitenden Partie.
FAZIT
Noch sind die Schwaben in der Tabelle hinter Mönchengladbach, doch bestätigt man diese Leistung in den kommenden Partien, ist die Tabellenspitze nicht mehr fern. Für die Stuttgarter waren es die ersten Punkte in dieser Bundesliga-Spielzeit. Umso wichtiger, gleich richtig eindrucksvoll loszulegen! Die Tendenz zeigt klar nach oben. Weiter so!
Eure Meinung: Wie bewertet Ihr das Spiel? Hattet Ihr ein solches Schützenfest erwartet? Was sind die Gründe für die Wende beim VfB Stuttgart?
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Klaas-Jan Huntelaar
Angriff Schalke |
29 | 6 |
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Mario Gomez
Angriff Bayern |
26 | 4 |
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Robert Lewandowski
Angriff Dortmund |
22 | 0 |
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Lukas Podolski
Angriff 1. FC Köln |
18 | 3 |
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Claudio Pizarro
Angriff Werder Bremen |
18 | 2 |
