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Abpfiff
August 28, 2010 3:30 nachm. CEST
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
August 28, 2010 3:30 nachm. CEST
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Ruud Van Nistelrooy
Hamburger SV
Hamburger SV
Ruud Van Nistelrooy
Hamburger SV
Hamburger SV
Benjamin Köhler
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
Maik Franz
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
Spielbericht Bundesliga: Eintracht Frankfurt - Hamburger SV
Die Hessen müssen sich trotz großen Kampfes den Hanseaten geschlagen geben und stehen mit null Punkten nach zwei Partien da. Auf der Gegenseite ist der Saisonstart perfekt gelaufen.
Von Benjamin HOFMANN
PERSONAL & TAKTIK
Bei der Eintracht setzte Michael Skibbe überraschenderweise Caio im linken offensiven Mittelfeld ein und beorderte dafür Benny Köhler in die Viererkette hinten links. Ansonsten blieb alles beim alten bei den Hessen, die in einem massiven 4-2-3-1 mit Halil Altintop als hängender Spitze versuchten, gegen die Hanseaten kompakt zu stehen. Theofanis Gekas musste dem Türken weichen genau wie Oka Nikolov verletzungsbedingt für Ralf Fährmann.
Armin Veh setzte größtenteils auf Konstanz und ließ nahezu die gleiche Elf auflaufen wie beim 2:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04. Mit Neuzugang Westermann und Mathijsen in der Innenverteidigung und Elia und Pitroipa auf den offensiven Außenbahnen. Im zentralen offensiven Mittelfeld hatten die Hanseaten dann aber doch eine Überraschung parat. Statt Mladen Petric durfte Paolo Guerrero beginnen. Davor erwartungsgemäß Ruud van Nistelrooy.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Es ging munter los in der Commerzbank-Arena, was aber vor allem an den Gästen lag. Eljero Elia konnte sich im Strafraum bereits nach sieben Minuten schön gegen Sebastian Jung durchsetzen, doch seine Hereingabe fand keinen Abnehmer. Die erste echte Chance mit einem Abschluss blieb jedoch Alex Meier vorbehalten (11.), der aber verzog. Dennoch hatte die Eintracht erhebliche Probleme, vor allem hinten links tat sich Köhler gegen Jonathan Pitroipa schwer, der immer wieder vom wuchtigen Guy Demel unterstützt wurde.
Es war auch das Leichtgewicht aus Burkina Faso, das in der 22. Minute nach Doppelpass mit van Nistelrooy die Führung hätte erzielen können, jedoch scheiterte. Dann aber Ball verkehrt in Hessen: Toller Konter über Altintop, der Amanatidis schickte. Der Grieche legte quer zurück auf Patrick Ochs und dessen Schuss prallte an Altintops Hacke und von dort am verblüfften Frank Rost vorbei ins Netz (38.).
Die Hanseaten ließen sich davon nicht entmutigen, hatten beispielsweise in Ruud van Nistelrooys Direktabnahme eine schöne Gelegenheit. Doch hinten war die Veh-Elf zu nachlässig. Nach einem Befreiungsschlag der Hessen patzte der bis dahin gefällige Heiko Westermann, so dass Alex Meier alleine auf Rost zulief und quasi mit dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhen hätte müssen. Doch dem Schlaks versagten die Nerven, so dass es bis zum Pfiff von Referee Zwayer beim 1:0 blieb.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Hanseaten ergriffen sofort die Initiative und einmal mehr war es Ruud van Nistelrooy, der für Gefahr sorgte (51.). Nach einer Stunde bekam dann die Eintracht die Quittung dafür, dass sie zu wenig tat. Ein klasse Eckball von Ze Roberto, ein Kopfstoß von Joris Mathijsen und es hieß 1:1 in der 60. Minute.
Der Ausgleich tat der Partie gut, denn nun avancierte das Match zum offenen Schlagabtausch. Einem Drehschuss von van Nistelrooy, der sich einer Schlange gleich um Marco Russ gewandt hatte (68.). Nur wenige Minuten später ein Freistoß von Caio der Marke Flatterball, doch Rost parierte sowohl diesen Schuss als auch den Nachschuss von Ioannis Amanatidis klasse.
Doch das Unglück kam für die Hessen wieder in Form einer Ecke: Scharf hereingezogen von Ze Roberto verlängerte Guerrero für van Nistelrooy, der auf den Knien nur noch den Kopf hinhalten musste (81.). Gegenspieler Mike Franz und auch Torwart Ralf Fährmann sahen bei diesem Ball durch den Fünfmeterraum wie die komplette Eintracht-Defensive nicht gut aus.
Frankfurt musste mit den Neuen Kittel und Gekas aufmachen – und wurde erneut für schwaches Zweikampfverhalten bestraft. Abstoß von Frank Rost, Benny Köhler legt gegen Guerrero keinerlei Zweikampfverhalten an den Tag und der Peruaner bedankte sich mit dem 1:3 in der 88. Spielminute.
SCHLÜSSELSPIELER
Die Oldies beim HSV nahmen das Heft in die Hand. Sowohl Ze Roberto als auch Rudd van Nistelrooy und Frank Rost mit seinen Paraden zeigten, dass sie Gold wert sind. Ebenfalls stark: Jonathan Pitroipa. Das Leichtgewicht war viel unterwegs und sorgte ständig für Gefahr.
Seitens der Eintracht war der „Frankfurter Bub“ Patrick Ochs einmal mehr der Beste. Half oft hinten aus, wenn es brannte und auch nach vorne stark. Umtriebig, aber glücklos waren Alex Meier und Halil Altintop. Im defensiven Mittelfeld spielte Pirmin Schwegler lange stark, doch in den entscheidenden Situationen ließen vor allem die Innenverteidiger Franz und Russ die nötige Konzentration vermissen.
SCHLÜSSELSZENE
Die 44. Minute: Ein schlimmer Schnitzer von Heiko Westermann nach einem langen Ball aus der Frankfurter Hälft ließ Alex Meier plötzlich alleine auf Fran Rost zulaufen. Doch der 27-Jährige überlegte zu lange und schlenzte vorbei. Hätte er zu diesem wichtigen Zeitpunkt zum 2:0 getroffen, wer weiß, ob der HSV noch einmal zurück gekommen wäre.
SPIELER DES SPIELS: Ruud van Nistelrooy
Einmal mehr stand der Holländer da, wo ein Torjäger stehen muss und nickte zum 1:2 ein. „Van the Man“ wird immer mehr zu dem van Nistelrooy, den man aus seinen besten Zeiten bei Manchester United kennt. Profitierte bei seinen vielen gefährlich Aktionen aber auch oft vom starken Pitroipa, der ihn gut in Szene setzte.
SCHIEDSRICHTER: Felix Zwayer (Berlin) – Note: 6
Gute Leistung des Berliners. Vertraute bei Ochs` Abseitsstellung auf seinen Linienrichter und pfiff danach korrekterweise den Vorteil ab. Auch beim vermeintliche Rempler von Köhler gegen Guerrero entschied er zurecht nicht auf Foul. Einzig gegen Franz, der in der 82. Minute gegen van Nistelrooy klar sperrte, hätte er auf Freistoß entscheiden müssen.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 6,5
Ein munteres Spielchen auf einem durchaus sehenswerten Niveau, das trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses lange spannend war.
FAZIT
Die Eintracht hätte durch Meier bereits in Durchgang eins den Sack zumachen müssen. Doch wer zwei Gegentore nach Ecken bekommt, der muss sich nicht wundern, wenn er nach zwei Spieltagen ohne Punkt dasteht. Der HSV – der zwischenzeitlich eine Zweikampfquote von 70 Prozent (30. Minute) hatte – bewies Moral und ging verdient mit drei Punkten vom Platz. Wobei ein 1:2 dem Spielverlauf näher gekommen wäre.
Eure Meinung: Wie fandet Ihr die Partie zwischen der Frankfurter Eintracht und dem HSV?
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
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Match-Zentrale
Times In CEST
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Klaas-Jan Huntelaar
Angriff Schalke |
29 | 6 |
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Mario Gomez
Angriff Bayern |
26 | 4 |
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Robert Lewandowski
Angriff Dortmund |
22 | 0 |
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Lukas Podolski
Angriff 1. FC Köln |
18 | 3 |
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Claudio Pizarro
Angriff Werder Bremen |
18 | 2 |
