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Juli 2, 2010 8:30 nachm. CEST
Soccer City, Johannesburg
Schiedsrichter: Benquerenca (POR)
Die Goal.com-Einzelkritik: Uruguay - Ghana
Auf die Elfmeter kam es ganz am Ende an. Und da waren die Südamerikaner besser und zogen deshalb auch ins Halbfinale ein. Ghana trauert der vergebenen Strafstoßchance hinterher. Doch in den 120 Minuten zuvor waren die Südamerikaner über weite Strecken das bessere Team. Wir haben alle Akteure genau unter die Lupe genommen.
Eigentlich eine sichere Vorstellung des Keepers – mit einem riesigen Schönheitsfehler: Beim 0:1 machte Muslera einen Schritt in die falsche Ecke und kam dann beim nicht besonders gut platzierten Schuss von Muntari zu spät. Im Elfmeterschießen machte er dann vieles wieder gut und hielt die Versuche von Mensah und Adiyiah.
Ruhiger Beginn auf der rechten Seite. Steigerte sich besonders in der Offensive und profitierte davon, dass Uruguay zum Ende des Spiels hin nicht mehr nur ausschließlich über links angriff.
Hielt Uruguays Abwehr in der Anfangsphase sicher zusammen und musste dann mit einer Knieverletzung raus.
Bis auf einen Aussetzer mit einem katastrophalen Fehlpass im Aufbau in der zweiten Hälfte sehr sicher und sehr aufmerksam. Füllte die Verletzungslücke in Uruguays Abwehr gut aus.
Viel Einsatz und viele Zweikämpfe auf der linken Abwehrseite. Zu Beginn souverän, aber mit einigen Wacklern, als Ghana loslegte. Nach der Pause seltener in Aktion.
Hielt sich streng an die Vorgaben des Trainers und stopfte die Lücken im Mittelfeld. Das gelang gut – bis auf die Phase nach einer halben Stunde bis zur Pause.
Als einer der drei Abräumer im Mittelfeld erledigte er seinen Job mit vielen Zweikämpfen und viel Engagement über weite Strecken gut.
Fast alles ging bei Uruguay über links – und Fernandez war der Leidtragende. Er musste raus, weil er im ersten Durchgang nichts zeigen konnte.
Der Star der Urus übernahm Verantwortung. Das zeigte sich zuerst dadurch, dass er mit Freistößen und Ecken ins Spiel und damit gefährlich werden wollte. In der zweiten Hälfte klappte das Zusammenspiel mit Luis Suarez sehr gut. Und das Tor zum 1:1 war auch eine ganz stark Aktion. Ein echter Führungsspieler.
Fiel zunächst nur durch sein ständiges Diskutieren und Lamentieren auf. Dann konzentrierte der Ajax-Star sich allerdings aufs Fußballspielen. Und er hatte mit Abstand die meisten gefährlichen Aktionen aller Spieler auf dem Platz. Er versuchte es mit dem Toreschießen aus allen Lagen. Stark. Rettete Uruguay im Nachhinein mit seinem Handspiel das Halbfinale.
Fiel in der ersten Halbzeit auf der linken Offensivseite auf – mit guten und mit schlechten Aktionen. Ergänzte das Angriffsduo zunächst gut, leistete sich dann aber einige Fehler.
Nach seiner Einwechslung mit einigen Patzern in der Abwehr. Man merkte ihm die fehlende Spielpraxis und die Nervosität an.
Fügte sich gut in die Offensive Uruguays ein.
Guter Arbeitseinsatz des Einwechselmanns, gekrönt mit einem abgezockten Elfmeter.
Erneut eine ganz starke Partie von Kingson. Rettete Ghana mehrfach vor einem Rückstand in der regulären Spielzeit. War auch bei den wenigen Angriffen Uruguays in der Verlängerung zur Stelle. Im Elfmeterschießen ohne Chance.
Durchwachsende Partie des Außenverteidigers. Verursachte den Freistoß, den Forlan zum 1:1 einnetzte. Hatte zudem einige Schwierigkeiten mit eben Forlan und Suarez.
Nicht ganz so stark und auffällig wie sein Nebenmann. Hatte zudem großes Pech im Elfmeterschießen - seinen Elfmeter hielt Uruguays Keeper.
Ganz überzeugend, was der Berliner da heute spielte. Großer Einsatz, viel Laufbereitschaft und immer wieder in der Offensive zu finden. Sehenswert als er mit einem Seitfallzieher den Abschluss suchte.
Vorsah kämpfte und ackerte. Stark besonders in Duellen in der Luft.
Um seinen Einsatz gab es bis kurz vor dem Anpfiff ein großes Fragzeichen, wusst dann aber zu überzeugen. Gewohnt solide Vorstellung des Leverkuseners.
Inkoom sorgte immer wieder für Schwung auf den Außenbahnen. Hatte jedoch oft Pech bei seinen Flanken. Ein Mann mit Zukunft.
Annan zeigte einen starken Einsatz, gewann viele Duelle im Mittelfeld. Ihm fehlte jedoch oft das Glück im letzten Zuspiel.
Auch Asamoah machte eine gute Partie. Stärker allerdings in der Offensive als in der Defensive.
Er war eigentlich wegen seiner Eskapaden aussortiert, durfte heute jedoch von Beginn an ran und dankte es seinem Trainer mit einer klasse Vorstellung. Immer anspielbar, schnell unterwegs. Erzielte den wichtigen Treffer kurz vor der Pause zum 1:0.
Der ganz große Pechvogel des Spiels. Ließ mehrere Chancen in der regulären Spielzeit ungenutzt. Dann - in der 120. Minute - schoss er einen Elfmeter an die Latte, es wäre der Sieg für Ghana und der Halbfinal-Einzug gewesen. Im Elfmeterschießen dann zwar wieder sicher - aber zu spät.
Zeigte nach seiner Einwechslung großen kämpferischen Einsatz. Verwandelte seinen Elfmeter sicher.
Konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Verschoss dann auch noch den entscheidenden Elfmeter.
| Wettbewerb | |
| Position | |
| Ranking |
| Spielername | Position | Team | Note |
|---|---|---|---|
| 1. Maarten Stekelenburg | Tor | Niederlande | 3.00 |
| 2. Katlego Mphela | Angriff | Südafrika | 2.83 |
| 3. Siboniso Gaxa | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 4. Bongani Khumalo | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 5. Steven Pienaar | Mittelfeld | Südafrika | 2.33 |
| 6. Tsepo Masilela | Abwehr | Südafrika | 2.17 |
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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|
David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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|
Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
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|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |

