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Abpfiff
Juni 24, 2010 8:30 nachm. CEST
Cape Town Stadium, Cape Town
Schiedsrichter: Pablo Pozo (Chi)
Juni 24, 2010 8:30 nachm. CEST
Cape Town Stadium, Cape Town
Schiedsrichter: Pablo Pozo (Chi)
Wesley Sneijder
Niederlande
Niederlande
Robin van Persie
Niederlande
Niederlande
Landry N'Guemo
Kamerun
Kamerun
Arjen Robben
Niederlande
Niederlande
Spielbericht WM 2010 Gruppe E: Kamerun - Niederlande
Auch im letzten Auftritt am Kap der guten Hoffnung blieb den Unbezähmbaren Löwen ein Sieg verwehrt. Oranje hingegen zieht mit breiter Brust als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.
Von Benjamin HOFMANN
Kapstadt. Bereits vor dem finalen Spieltag in Gruppe E war der weitere Weg für beide Teams klar: Während die Niederlande bereits für das Achtelfinale qualifiziert waren, hatte Kamerun bereits die Tickets für den Heimflug buchen können. Und dank eines späten Huntelaar-Treffers sicherte Holland auch Rang eins.
PERSONAL & TAKTIK
Überraschenderweise ließ Bert van Marwijk nur in ganz kleinem Maße rotieren. Lediglich der gelb gesperrte van der Wiel wurde auf der rechten Abwehrseite von Khalid Boulahrouz ersetzt. Ansonsten lief im gewohnten 4-3-3 die aktuelle Topelf auf, natürlich ohne den noch angeschlagenen Arjen Robben.
Folglich also mit Wesley Sneijder als Kreativfigur in der Zentrale und Dirk Kuyt sowie Rafael van der Vaart auf den Außenbahnen. Die Niederlande wollten also im Rennen um den Gruppensieg nichts anbrennen lassen.
Kameruns Abschiedsvorstellung nutzte Paul Le Guen noch einmal, um Spieler zum Einsatz zu bringen, denen bislang noch nicht so viel Einsatzzeit vergönnt war. So liefen im Mittelfeld Chedjou und N’Guemo für die verletzten Enoh und Alexandre Song, dessen Fehlen erst kurz vor Spielbeginn bekannt wurde, auf.
Im Sturm erhielt der junge Eric Choupo-Moting seinen zweiten Einsatz von Beginn an neben Eto’o. Auch in der Viererkette eine Veränderung: Anstatt Sebastien Bassong verteidigte Gatean Bong neben Nicolas N’kolou.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Beide Teams begannen couragiert, doch fehlten in der Anfangsviertelstunde merklich die letzte Präzision und der unbedingte Wille. Das trug Rechnung in einer ansehnlichen, doch an Torszenen armen Auftaktphase. Erst nach 18 Minuten die erste gefährliche Szene, doch Hamidou konnte den Rechtsschuß von van Persie klasse parieren.
Nachdem die Niederlande das Spiel in der Folgezeit größtenteils kontrolliert, jedoch außer einem harmlosen van der Vaart-Freistoß nichts auf das Tor der Westafrikaner gebracht hatten, wurde es auch vor Marteen Stekelenburgs Kasten gefährlich. Jean Makoun setzte einen Kopfball nach scharfer Geremi-Flanke knapp drüber (31.). Nur wenige Sekunden später verfehlte auf der Gegenseite Dirk Kuyt nach Boulahrouz-Zuspiel per Drehschuss das Gehäuse.
In der 36. Minute dann endlich der lang ersehnte holländische „Voetbal Total“. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit dem agilen van der Vaart ließ van Persie Hamidou aus seitlicher Position keine Chance – 1:0. Kurz vor der Pause beinahe noch der Ausgleich, doch nach Geremi-Flanke sprang Eto’o der Ball zu weit von der Brust.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Nach einer erneut eher schleppenden Anfangsviertelstunde erhöhte Kamerun den Druck. Zunächst scheiterte Sami Eto’o nach feiner Einzelleistung (59.), zwei Minuten später setzte der eingewechselte Aboubakar Jean Makoun gekonnt in Szene, doch Stekelenburg war zur Stelle.
In der 63. Minute eine umstrittene Entscheidung vom chilenischen Unparteiischen Pablo Pozo, der nach einem Geremi-Freistoß auf Handspiel von van der Vaart entschied und auf den Punkt zeigte. Eto’o verwandelte sicher zum Ausgleich.
Die Partie gestaltete sich in der Folgezeit relativ offen, doch einzige Highlights blieben zwei Auswechslungen. Die Niederlande durften sich nach seiner Verletzungspause über den ersten Einsatz von Arjen Robben freuen, der für Rafel van der Vaart Spielpraxis sammeln durfte. Auf der Gegenseite kam „Alt-Löwe“ Rigobert Song, der mit seinem neunten WM-Spiel insgesamt einen Einsatzrekord für afrikanische Fußballer bei Weltmeisterschaften aufstellen durfte.
Und kaum war Robben auf dem Feld, sorgte er für einen besonderen Moment. Nach einem eigentlich beinahe schon vergebenen Konter drehte er das Leder an Song vorbei an den Pfosten. Der ebenso eingewechselte Huntelaar sagte danke und schob den Abpraller zum 2:1 in die Maschen (83.). Kurz vor dem Schlusspfiff noch eine brisante Szene, nachdem Mbia Huntelaar im Strafraum bedrängt hatte. Doch Pozo verweigerte den Elfmeter.
SCHLÜSSELSPIELER
Geremi bot eine starke Leistung auf der rechten Aussenbahn Kameruns. Wenn es gefährlich wurde, dann dank seiner präzisen und dennoch scharfen Flanken, die vor allem im ersten Durchgang Stekelenburgs Tor in Gefahr brachten. Jean Makoun zeigte endlich auch in Südafrika einmal, was er kann. War präsent und zeigte sich auch torgefährlich.
Auf der Gegenseite hielt Jonny Heitinga die manchmal wackelige Viererkette der Niederlande zusammen. Auch Mark van Bommel machte wieder einmal ein starkes Spiel. Rafael van der Vaart, Robin van Persie und einmal mehr Wesley Sneijder lenkten die holländischen Geschicke vorne, wobei auch Robben nach seiner Einwechslung glänzen konnte.

SCHLÜSSELSZENE
Die Einwechslung von Arjen Robben. Zu Beginn spielte er nach seiner Verletzung noch verhalten, doch spätestens mit seinem Pfostenschuss vor dem 2:1 wusste die Fußballwelt: Robben is back! Auch vor der strittigen Szene kurz vor Schluß wieder mit einem klasse Zuspiel für Huntelaar.
SPIELER DES SPIELS: Wesley Sneijder
Auch gegen Kamerun war der Mittelfeldmann von Inter Mailand zentrale Figur im Spiel der Elftal. Sneijder hat eigentlich alles, was das Trainerherz begehrt. Übersicht, Passspiel, Dribblings und einen Bombenschuss. Kann nun mit Robben das Duo dieser WM werden.
SCHIEDSRICHTER: Pablo Pozo (Chile) – Note: 5
Ordentlich, aber nicht wirklich geradlinig. Van der Vaarts Handspiel war ein Strafstoß der Sorte „kann man geben, muss man aber nicht“. Ähnlich verhielt es sich bei Mbias Stoß gegen Huntelaar – doch da zeigte der Chilene nicht auf den Punkt.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 5,5
Kein mitreissendes, doch sicher eines der besseren Spiele dieser WM. Teilweise sehr rasant, war die Partie doch insgesamt weitgehend vom Taktieren in den Mittelfeldreihen geprägt. Robbens Einwechslung sorgte für Schwung. Er geht immer steil und reisst Löcher.
STATISTIK
Robin van Persie gelang im dritten Gruppenspiel endlich sein erster Treffer in Südafrika. Dementsprechend dürfte es für ihn auch in den Castrol Rankings bergauf gehen. Die Talsohle im März, wo er aus den Top 100 gefallen war, hat er mittlerweile durchlaufen und findet sich aktuell auf Rang 90 wieder. Bleibt er so treffsicher, ist auch dies wohl nur eine Momentaufnahme.
FAZIT
Viele sprachen im Vorfeld von der besten Kameruner Mannschaft aller Zeiten. Davon hat man auch heute wieder zu wenig gesehen. Holland tat nur das nötigste, was im Hinblick auf die bereits sichere Qualifikation auch in Ordnung bist. Ein Lichtblick bei den Afrikanern: Der eingewechselte Aboubakar, der Junge machte richtig Spaß und hat sicher eine große Zukunft vor sich. Eto’o kann nach der ordentlichen Leistung gegen Dänemark erneut nicht überzeugen.
Eure Meinung: Wie fandet Ihr die Partie zwischen Kamerun und Holland?
PERSONAL & TAKTIK
Überraschenderweise ließ Bert van Marwijk nur in ganz kleinem Maße rotieren. Lediglich der gelb gesperrte van der Wiel wurde auf der rechten Abwehrseite von Khalid Boulahrouz ersetzt. Ansonsten lief im gewohnten 4-3-3 die aktuelle Topelf auf, natürlich ohne den noch angeschlagenen Arjen Robben.
Folglich also mit Wesley Sneijder als Kreativfigur in der Zentrale und Dirk Kuyt sowie Rafael van der Vaart auf den Außenbahnen. Die Niederlande wollten also im Rennen um den Gruppensieg nichts anbrennen lassen.
Kameruns Abschiedsvorstellung nutzte Paul Le Guen noch einmal, um Spieler zum Einsatz zu bringen, denen bislang noch nicht so viel Einsatzzeit vergönnt war. So liefen im Mittelfeld Chedjou und N’Guemo für die verletzten Enoh und Alexandre Song, dessen Fehlen erst kurz vor Spielbeginn bekannt wurde, auf.
Im Sturm erhielt der junge Eric Choupo-Moting seinen zweiten Einsatz von Beginn an neben Eto’o. Auch in der Viererkette eine Veränderung: Anstatt Sebastien Bassong verteidigte Gatean Bong neben Nicolas N’kolou.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Beide Teams begannen couragiert, doch fehlten in der Anfangsviertelstunde merklich die letzte Präzision und der unbedingte Wille. Das trug Rechnung in einer ansehnlichen, doch an Torszenen armen Auftaktphase. Erst nach 18 Minuten die erste gefährliche Szene, doch Hamidou konnte den Rechtsschuß von van Persie klasse parieren.
Nachdem die Niederlande das Spiel in der Folgezeit größtenteils kontrolliert, jedoch außer einem harmlosen van der Vaart-Freistoß nichts auf das Tor der Westafrikaner gebracht hatten, wurde es auch vor Marteen Stekelenburgs Kasten gefährlich. Jean Makoun setzte einen Kopfball nach scharfer Geremi-Flanke knapp drüber (31.). Nur wenige Sekunden später verfehlte auf der Gegenseite Dirk Kuyt nach Boulahrouz-Zuspiel per Drehschuss das Gehäuse.
In der 36. Minute dann endlich der lang ersehnte holländische „Voetbal Total“. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit dem agilen van der Vaart ließ van Persie Hamidou aus seitlicher Position keine Chance – 1:0. Kurz vor der Pause beinahe noch der Ausgleich, doch nach Geremi-Flanke sprang Eto’o der Ball zu weit von der Brust.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Nach einer erneut eher schleppenden Anfangsviertelstunde erhöhte Kamerun den Druck. Zunächst scheiterte Sami Eto’o nach feiner Einzelleistung (59.), zwei Minuten später setzte der eingewechselte Aboubakar Jean Makoun gekonnt in Szene, doch Stekelenburg war zur Stelle.
In der 63. Minute eine umstrittene Entscheidung vom chilenischen Unparteiischen Pablo Pozo, der nach einem Geremi-Freistoß auf Handspiel von van der Vaart entschied und auf den Punkt zeigte. Eto’o verwandelte sicher zum Ausgleich.
Die Partie gestaltete sich in der Folgezeit relativ offen, doch einzige Highlights blieben zwei Auswechslungen. Die Niederlande durften sich nach seiner Verletzungspause über den ersten Einsatz von Arjen Robben freuen, der für Rafel van der Vaart Spielpraxis sammeln durfte. Auf der Gegenseite kam „Alt-Löwe“ Rigobert Song, der mit seinem neunten WM-Spiel insgesamt einen Einsatzrekord für afrikanische Fußballer bei Weltmeisterschaften aufstellen durfte.
Und kaum war Robben auf dem Feld, sorgte er für einen besonderen Moment. Nach einem eigentlich beinahe schon vergebenen Konter drehte er das Leder an Song vorbei an den Pfosten. Der ebenso eingewechselte Huntelaar sagte danke und schob den Abpraller zum 2:1 in die Maschen (83.). Kurz vor dem Schlusspfiff noch eine brisante Szene, nachdem Mbia Huntelaar im Strafraum bedrängt hatte. Doch Pozo verweigerte den Elfmeter.
SCHLÜSSELSPIELER
Geremi bot eine starke Leistung auf der rechten Aussenbahn Kameruns. Wenn es gefährlich wurde, dann dank seiner präzisen und dennoch scharfen Flanken, die vor allem im ersten Durchgang Stekelenburgs Tor in Gefahr brachten. Jean Makoun zeigte endlich auch in Südafrika einmal, was er kann. War präsent und zeigte sich auch torgefährlich.
Auf der Gegenseite hielt Jonny Heitinga die manchmal wackelige Viererkette der Niederlande zusammen. Auch Mark van Bommel machte wieder einmal ein starkes Spiel. Rafael van der Vaart, Robin van Persie und einmal mehr Wesley Sneijder lenkten die holländischen Geschicke vorne, wobei auch Robben nach seiner Einwechslung glänzen konnte.

SCHLÜSSELSZENE
Die Einwechslung von Arjen Robben. Zu Beginn spielte er nach seiner Verletzung noch verhalten, doch spätestens mit seinem Pfostenschuss vor dem 2:1 wusste die Fußballwelt: Robben is back! Auch vor der strittigen Szene kurz vor Schluß wieder mit einem klasse Zuspiel für Huntelaar.
SPIELER DES SPIELS: Wesley Sneijder
Auch gegen Kamerun war der Mittelfeldmann von Inter Mailand zentrale Figur im Spiel der Elftal. Sneijder hat eigentlich alles, was das Trainerherz begehrt. Übersicht, Passspiel, Dribblings und einen Bombenschuss. Kann nun mit Robben das Duo dieser WM werden.
SCHIEDSRICHTER: Pablo Pozo (Chile) – Note: 5
Ordentlich, aber nicht wirklich geradlinig. Van der Vaarts Handspiel war ein Strafstoß der Sorte „kann man geben, muss man aber nicht“. Ähnlich verhielt es sich bei Mbias Stoß gegen Huntelaar – doch da zeigte der Chilene nicht auf den Punkt.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 5,5
Kein mitreissendes, doch sicher eines der besseren Spiele dieser WM. Teilweise sehr rasant, war die Partie doch insgesamt weitgehend vom Taktieren in den Mittelfeldreihen geprägt. Robbens Einwechslung sorgte für Schwung. Er geht immer steil und reisst Löcher.
STATISTIK
Robin van Persie gelang im dritten Gruppenspiel endlich sein erster Treffer in Südafrika. Dementsprechend dürfte es für ihn auch in den Castrol Rankings bergauf gehen. Die Talsohle im März, wo er aus den Top 100 gefallen war, hat er mittlerweile durchlaufen und findet sich aktuell auf Rang 90 wieder. Bleibt er so treffsicher, ist auch dies wohl nur eine Momentaufnahme.
FAZIT
Viele sprachen im Vorfeld von der besten Kameruner Mannschaft aller Zeiten. Davon hat man auch heute wieder zu wenig gesehen. Holland tat nur das nötigste, was im Hinblick auf die bereits sichere Qualifikation auch in Ordnung bist. Ein Lichtblick bei den Afrikanern: Der eingewechselte Aboubakar, der Junge machte richtig Spaß und hat sicher eine große Zukunft vor sich. Eto’o kann nach der ordentlichen Leistung gegen Dänemark erneut nicht überzeugen.
Eure Meinung: Wie fandet Ihr die Partie zwischen Kamerun und Holland?
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
|
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
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Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |