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Juni 14, 2010 4:00 nachm. CEST
Free State Stadium, Bloemfontein
Schiedsrichter: Olegario Benquerenca (Portugal)
KAMERUN gegen Japan in Noten
Die „Unbezähmbaren Löwen“ haben sich beim WM-Auftakt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Hier lest Ihr die Noten für die Kicker aus Südafrika.
Von Benjamin HOFMANN
Der Torhüter war zur Stelle, wenn ihn sein Team brauchte. Hatte nicht wirklich viel zu tun, bei einem Schuß von Mbia hatte er aber viel Glück. Bei dem Querlatten-Kracher wäre er chancenlos gewesen.
Auch Komano legte eine solide WM-Partie ab, hat aber noch Luft nach oben. Besonders in der Spieleröffnung ist noch Steigerungspotential.
Nakazawa war mitverantwortlich dafür, dass die Null bei den Asiaten stand. Kompromisslos, abgeklärt und souverän
Zeigte sich im Gegensatz zu den Testspielen verbesser, verursachte ausnahmsweise kein Eigentor. Der gebürtige Brasilianer muss sich aber im Vorwärtsdrang steigern. Das hat man von ihm schon besser gesehen.
Der beste Mann in der japanischen Abwehr. Ordnete das Spiel, teilte seine Abwehrleute ein und hatte Samuel Eto'o fest im Griff. Mit einem Wort: Stark!
Wie man ihn von Wolfsburg kennt: Hasebe ist ein Dauerläufer im Mittelfeld, stopft Löcher und beteiligt sich auch am Spielaufbau. Es ist nicht verwunderlich, warum Felix Magath ihn holte.
Der Ex-Wolfsburger rackerte viel und schaffte Räume für Keisuke Honda. Eines wurde aber einmal mehr deutlich: Auf internationalem Level ist der Stürmer einfach kein Torjäger. Dennoch kann er auf seiner Leistung aufbauen.
Etwas schwächer als Hasebe, aber ungemein wertvoll. Wie alle Japaner mit einer grandiosen Laufleistung. Kein Schönspieler, aber ein Teamplayer.
Sollte das Spiel von der Sechserposition ankurbeln, das gelang ihm aber nur selten. Ist für die ganz großen Aufgaben wohl nicht geschaffen. Solides WM-Spiel.
Der Superstar, der heute in ungewohnte Position auflief und die Solospitze miemte, zeigte seine Klasse. Kameruns Abwehr pennte, der ZSKA-Motor war da und besorgte die Führung für seine Mannschaft. Man sieht sein außergewöhnliches Talent.
Bereite das 1:0 durch Honda mit einer mustergültigen Flanke vor, wobei er natürlich Glück hatte, dass sich Kameruns Abwehr massiv verschätzte. Insgesamt aber eine tadellose Vorstellung.
War nur selten gefordert, am Tor völlig schuldlos. Unsicherheiten bei seinem unmotivierten Irrflug durch den Sechzehner in Durchgang eins und bei einem Ball in der Schlussphase. Le Guens Entscheidung gegen Kameni ist nicht wirklich nachvollziehbar.
Ließ wenig zu, doch war er in der entscheidenden Szene, dem 0:1 durch Honda, eben nicht im Bilde. Genauso wie der Rest der Viererkette.
Klasse Schuß in der Endphase, hätte beinahe noch einen Punkt retten können. Allerdings wäre es beim Gegentor seine Aufgabe gewesen, den zweiten Pfosten abzudecken.
Ließ Matsui vor dem 0:1 viel zu viel Zeit. Ansonsten hatte er durchaus den ein oder anderen Vorstoß, doch am Ende fehlte die Präzision.
Ähnlich wie N’koulo. Im Endeffekt war die gesamte Abwehrreihe der Kameruner kaum gefordert. Doch ihr Blackout wurde durch Honda bestraft.
Enoh versuchte das ein oder andere Mal, die Führungsrolle im Mittelfeld zu übernehmen. Das klappte nur selten. In Kameruns Schaltzentrale herrscht ein Vakuum.
Der Schalker konzentrierte sich auf die Defensivarbeit. Die erledigte er trotz seiner Jugend sehr routiniert. Nach vorne ohne Akzente.
Auch vom Mittelfeldmann von Olympique Lyon kam nach vorne viel zu wenig. Kaum Aktionen in die Offensive. Kann wesentlich mehr. Das Mittelfeld der Kameruner ließ die drei Spitzen zu oft in der Luft hängen.
Eine ordentlich Leistung, hatte das 1:1 auf dem Fuß. Immer wieder mit couragierten Aktionen. Der junge Hamburger war noch ein Aktivposten im schwachen Kameruner Angriffspiel.
Eigentlich bleibt nur eine Szene von ihm im Gedächtnis, nämlich als er drei Japaner alt aussehen lässt und wunderbar für Choupo-Moting vorlegt. Ansonsten wirkungslos. Was bei Inter funktioniert, nämlich die Position rechts hängend, scheint in der Nationalelf nicht wirklich zu klappen.
Hatte eine Beinahe-Chance in der Nachspielzeit, die jedoch zuvor abgepfiffen worden war. Ansonsten blass. Er sollte eigentlich im Zentrum von Eto’os Vorlagen profitieren. Zugegeben, davon gab es nicht viele – doch er selbst tat auch nicht wirklich für das Spiel.
Kam für Jean Makoun, nicht mehr zu bewerten. Schöne Flanke in der Nachspielzeit.
Kam für Eric Choupo-Moting, nicht mehr zu bewerten.
Konnte in der letzten halben Stunde auch nichts mehr reissen. Dennoch wäre er vielleicht eine Option für die nächste Partie, denn viel unkreativer kann sich eine Kreativabteilung nicht mehr präsentieren.
| Wettbewerb | |
| Position | |
| Ranking |
| Spielername | Position | Team | Note |
|---|---|---|---|
| 1. Maarten Stekelenburg | Tor | Niederlande | 3.00 |
| 2. Katlego Mphela | Angriff | Südafrika | 2.83 |
| 3. Siboniso Gaxa | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 4. Bongani Khumalo | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 5. Steven Pienaar | Mittelfeld | Südafrika | 2.33 |
| 6. Tsepo Masilela | Abwehr | Südafrika | 2.17 |
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
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Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |

