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Abpfiff
Juni 18, 2010 1:30 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Alberto Undiano (Spain)
Juni 18, 2010 1:30 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Alberto Undiano (Spain)
Milos Krasic
Serbien
Serbien
Milos Krasic
Serbien
Serbien
Lukas Podolski
Deutschland
Deutschland
Lukas Podolski
Deutschland
Deutschland
Spielbericht WM 2010 Gruppe D: Deutschland – Serbien
Deutschland hat nach dem tollen Auftritt gegen Australien eine 0:1-Niederlage gegen Serbien hinnehmen müssen. Doch das war noch nicht alles: Miroslav Klose flog vom Platz, Lukas Podolski verschoss einen Elfmeter.
(anb) Port Elizabeth. Das war anders geplant und nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Australien auch anders erwartet worden: Deutschland hat das zweite Spiel der Gruppe D bei der Weltmeisterschaft in Südafrika gegen Serbien mit 0:1 verloren. Großes Pech hatte die DFB-Elf, als Lukas Podolski nach einer Stunde einen Elfmeter verschoss. Nun wartet am kommenden Mittwoch das Endspiel gegen Ghana.
PERSONAL & TAKTIK
Wie erwartet ließ Bundestrainer Joachim Löw die Mannschaft auflaufen, die das tolle Spiel gegen Australien gemacht hatte. Es blieb beim 4-2-3-1-System mit Lukas Podolski, Mesut Özil und Thomas Müller hinter der einzigen Sturmspitze Miroslav Klose.
Serbiens Trainer Radomir Antic setzte wie schon gegen Ghana auf ein 4-4-2 mit zwei offensiven Mittelfeldspielern – Milos Krasic und Milan Jovanovic – auf den Außenpositionen. Für den gesperrten Innenverteidiger Aleksandar Lukovic kam Neven Subotic ins Team, für Nenad Milijas spielte Zdravko Kuzmanovic und im Sturm musste überraschend Marko Pantelic auf die Bank, für den Milos Ninkovic auflief.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Serbien, den Gedanken im Kopf, das Spiel gewinnen zu müssen, legte schwungvoll los. Schon nach zwei Minuten sendete Kuzmanovic mit einem Schuss aus 25 Metern ein erstes Warnsignal. Allerdings verfehlte er das eigentliche Ziel doch um einige Meter. Deutschland wollte dem allerdings in nichts nachstehen und kam fast im Gegenzug zu seiner ersten Möglichkeit. Özil spielte zu Khedira, der aber weit über das Tor schoss.
Deutschland versuchte danach immer wieder in den Strafraum der Serben vorzustoßen, doch die Abwehrreihe stand gut. Nach einer Flanke von Müller und einer zu kurzen Kopfball-Abwehr von Vidic, nahm Podolski den Ball direkt, der flog aber knapp vorbei. Nach einem Schussversuch aus 16 Metern durch Ninkovic wurde die Partie nach einer Viertelstunde ruppiger. Vier gelbe Karten in neun Minuten zeigte der spanische Schiedsrichter Undiano.
Der Schwung war raus. Beide Mannschaften versuchten viel, taten sich aber schwer im Spiel nach vorne, was auch dem guten Stellungsspiel beider Teams geschuldet war. Nach einer halben Stunde traf Klose ins Tor – Abseits! In der 33. Minute verzog Kolarov einen gut geschossenen Freistoß knapp am Tor vorbei. Dann wurde es turbulent: Erst flog Klose nach einem Foul an der Mittellinie mit Gelb-Rot vom Platz, eine Minute später erzielten die Serben das 1:0.
Krasic ließ auf der rechten Seite Badstuber stehen und flankte in den Strafraum. Zigic legte per Kopf auf Jovanovic ab, der freistehend aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Da sah Deutschlands Nummer eins, Neuer, nicht allzu gut bei aus (38.). In der Nachspielzeit hätte Deutschland dann fast noch den Ausgleich erzielt. Nach einem Eckball haute Khedira den Ball an die Latte, Müller nahm den Abpraller per Fallrückzieher, auf der Linie wurde der Ball aber geklärt.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Nach der Pause übernahmen die Deutschen zunächst die Spielkontrolle und erspielten sich zwei gute Tormöglichkeiten. Podolski verpasste jedoch mit einem Schuss aus halblinker Position, Schweinsteiger versuchte sich mit einem Fernschuss aus 18 Metern. In der 58. Minute vergab die DFB-Elf die nächste gute Chance. Özil spielte einen schönen Pass auf den sehr agilen Podolski, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, den Ball aber knapp neben das Tor setzte.
Es waren die Minuten des Kölners. Denn kurz darauf haute er die Kugel zunächst ans
Außennetz, dann vergab er nach einer Stunde einen Handelfmeter. Völlig unklar, was Vidic dazu bewegte, den Ball im Strafraum mit der Hand zu spielen. Podolski jedenfalls hatte gegen den serbischen Keeper Stojkovic das Nachsehen, der den Ball rechts unten aus dem Tor fischte.
Deutschland war nach der verpassten Chance geschockt. Serbien wollte das ausnutzen. Krasic setzte sich gegen Badstuber durch, flankte auf Jovanovic, der aber nur den Pfosten traf (67.). Bundestrainer Löw hatte kurz darauf ein Einsehen und brachte Marin und Cacau für Özil und Müller. Das brachte zunächst aber nur wenig, denn Serbien spielte weiter munter nach vorne. Zigic traf nach 74 Minuten mit einem Kopfball die Latte.
Vier Minuten später versuchte es Marin mal mit einem Schuss, scheiterte jedoch an Stojkovic. Podolski war die letzte Torchance an diesem Nachmittag vorbehalten. Doch wie schon zuvor, wollte der Ball auch in der 84. Minute einfach nicht ins Tor der Serben.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Deutschen wussten vor allem Khedira und Schweinsteiger zu überzeugen. Lahm machte eine gute Partie auf der rechten Abwehrseite und sorgte besonders in der ersten Hälfte zusammen mit Müller für Gefahr. Podolski blühte in der zweiten Halbzeit richtig auf, verpasste es aber, ein Tor zu erzielen.
Krasic und Jovanovic machten eine starke Partie bei den Serben. Beide sorgten immer wieder für Gefahr über die Außen, setzten ihr Mitspieler gut ein und suchten auch selbst den Abschluss. Stankovic und Kuzmanovic versuchten, den Laden im defensiven Mittelfeld dicht zu halten.
SCHLÜSSELSZENE
Der vergebene Elfmeter von Podolski war wohl die Schlüsselszene des Spiels. Bis zu diesem Zeitpunkt rannten die Deutschen unentwegt das Tor der Serben an, danach war die Luft raus. Trotz des Versuchs von Löw, mit Cacau und Gomez für neuen Schwung im Angriff zu sorgen.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: Milos Krasic
Ein ganz starker Auftritt des 25-jährigen Mittelfeldspielers. Krasic führte gut Regie und hatte immer eine Auge für den besser postierten Mitspieler. Deutschlands Linksverteidiger, Holger Badstuber, hatte keine Chance gegen den Serben.
SCHIEDSRICHTER: Alberto Undiano Mallenco (Spanien) - Note: 4
Die Karten saßen locker beim Unparteiischen - oft zu locker. Undiano blieb seiner engen Regelauslegung treu, doch bei einer Weltmeisterschaft muss er sich fragen, ob das wirklich nötig ist, oder ob es bei manchen Szenen nicht besser gewesen wäre, er hätte das Spiel weiterlaufen lassen.
SPIELNOTE: 7
Es war eine schwungvolle, abwechslungsreiche Partie, die die Zuschauer zu sehen bekamen. Beide Mannschaften investierten viel in der Offensive, standen aber auch hinten sicher, und machten es dem Gegner so ziemlich schwer, etwas Produktives zustande zu bringen
STATISTIK
Holger Badstuber hatte heute einen ganz schweren Stand gegen den Spieler des Spiels, Milos Krasic. Mit 682 Punkten steht der Münchner auf Rang 122 des Castrol Rankings. Nach einer starken Saison beim FC Bayern München eine gute Platzierung. Und mit starken Auftritten bei der WM kann Badstuber bestimmt noch ein paar Plätze gut machen.
FAZIT
Serbien ist wieder voll dabei. Nach dem Sieg gegen Deutschland können sie sich doch noch für das Achtelfinale qualifizieren. Wie die Deutschen auch. Am kommenden Mittwoch wartet das Endspiel gegen Ghana. Wer hätte damit nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Australien gerechnet...
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?
PERSONAL & TAKTIK
Wie erwartet ließ Bundestrainer Joachim Löw die Mannschaft auflaufen, die das tolle Spiel gegen Australien gemacht hatte. Es blieb beim 4-2-3-1-System mit Lukas Podolski, Mesut Özil und Thomas Müller hinter der einzigen Sturmspitze Miroslav Klose.
Serbiens Trainer Radomir Antic setzte wie schon gegen Ghana auf ein 4-4-2 mit zwei offensiven Mittelfeldspielern – Milos Krasic und Milan Jovanovic – auf den Außenpositionen. Für den gesperrten Innenverteidiger Aleksandar Lukovic kam Neven Subotic ins Team, für Nenad Milijas spielte Zdravko Kuzmanovic und im Sturm musste überraschend Marko Pantelic auf die Bank, für den Milos Ninkovic auflief.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Serbien, den Gedanken im Kopf, das Spiel gewinnen zu müssen, legte schwungvoll los. Schon nach zwei Minuten sendete Kuzmanovic mit einem Schuss aus 25 Metern ein erstes Warnsignal. Allerdings verfehlte er das eigentliche Ziel doch um einige Meter. Deutschland wollte dem allerdings in nichts nachstehen und kam fast im Gegenzug zu seiner ersten Möglichkeit. Özil spielte zu Khedira, der aber weit über das Tor schoss.
Deutschland versuchte danach immer wieder in den Strafraum der Serben vorzustoßen, doch die Abwehrreihe stand gut. Nach einer Flanke von Müller und einer zu kurzen Kopfball-Abwehr von Vidic, nahm Podolski den Ball direkt, der flog aber knapp vorbei. Nach einem Schussversuch aus 16 Metern durch Ninkovic wurde die Partie nach einer Viertelstunde ruppiger. Vier gelbe Karten in neun Minuten zeigte der spanische Schiedsrichter Undiano.Der Schwung war raus. Beide Mannschaften versuchten viel, taten sich aber schwer im Spiel nach vorne, was auch dem guten Stellungsspiel beider Teams geschuldet war. Nach einer halben Stunde traf Klose ins Tor – Abseits! In der 33. Minute verzog Kolarov einen gut geschossenen Freistoß knapp am Tor vorbei. Dann wurde es turbulent: Erst flog Klose nach einem Foul an der Mittellinie mit Gelb-Rot vom Platz, eine Minute später erzielten die Serben das 1:0.
Krasic ließ auf der rechten Seite Badstuber stehen und flankte in den Strafraum. Zigic legte per Kopf auf Jovanovic ab, der freistehend aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Da sah Deutschlands Nummer eins, Neuer, nicht allzu gut bei aus (38.). In der Nachspielzeit hätte Deutschland dann fast noch den Ausgleich erzielt. Nach einem Eckball haute Khedira den Ball an die Latte, Müller nahm den Abpraller per Fallrückzieher, auf der Linie wurde der Ball aber geklärt.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Nach der Pause übernahmen die Deutschen zunächst die Spielkontrolle und erspielten sich zwei gute Tormöglichkeiten. Podolski verpasste jedoch mit einem Schuss aus halblinker Position, Schweinsteiger versuchte sich mit einem Fernschuss aus 18 Metern. In der 58. Minute vergab die DFB-Elf die nächste gute Chance. Özil spielte einen schönen Pass auf den sehr agilen Podolski, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, den Ball aber knapp neben das Tor setzte.
Es waren die Minuten des Kölners. Denn kurz darauf haute er die Kugel zunächst ans
Außennetz, dann vergab er nach einer Stunde einen Handelfmeter. Völlig unklar, was Vidic dazu bewegte, den Ball im Strafraum mit der Hand zu spielen. Podolski jedenfalls hatte gegen den serbischen Keeper Stojkovic das Nachsehen, der den Ball rechts unten aus dem Tor fischte.Deutschland war nach der verpassten Chance geschockt. Serbien wollte das ausnutzen. Krasic setzte sich gegen Badstuber durch, flankte auf Jovanovic, der aber nur den Pfosten traf (67.). Bundestrainer Löw hatte kurz darauf ein Einsehen und brachte Marin und Cacau für Özil und Müller. Das brachte zunächst aber nur wenig, denn Serbien spielte weiter munter nach vorne. Zigic traf nach 74 Minuten mit einem Kopfball die Latte.
Vier Minuten später versuchte es Marin mal mit einem Schuss, scheiterte jedoch an Stojkovic. Podolski war die letzte Torchance an diesem Nachmittag vorbehalten. Doch wie schon zuvor, wollte der Ball auch in der 84. Minute einfach nicht ins Tor der Serben.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Deutschen wussten vor allem Khedira und Schweinsteiger zu überzeugen. Lahm machte eine gute Partie auf der rechten Abwehrseite und sorgte besonders in der ersten Hälfte zusammen mit Müller für Gefahr. Podolski blühte in der zweiten Halbzeit richtig auf, verpasste es aber, ein Tor zu erzielen.
Krasic und Jovanovic machten eine starke Partie bei den Serben. Beide sorgten immer wieder für Gefahr über die Außen, setzten ihr Mitspieler gut ein und suchten auch selbst den Abschluss. Stankovic und Kuzmanovic versuchten, den Laden im defensiven Mittelfeld dicht zu halten.
SCHLÜSSELSZENE
Der vergebene Elfmeter von Podolski war wohl die Schlüsselszene des Spiels. Bis zu diesem Zeitpunkt rannten die Deutschen unentwegt das Tor der Serben an, danach war die Luft raus. Trotz des Versuchs von Löw, mit Cacau und Gomez für neuen Schwung im Angriff zu sorgen.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: Milos KrasicEin ganz starker Auftritt des 25-jährigen Mittelfeldspielers. Krasic führte gut Regie und hatte immer eine Auge für den besser postierten Mitspieler. Deutschlands Linksverteidiger, Holger Badstuber, hatte keine Chance gegen den Serben.
SCHIEDSRICHTER: Alberto Undiano Mallenco (Spanien) - Note: 4
Die Karten saßen locker beim Unparteiischen - oft zu locker. Undiano blieb seiner engen Regelauslegung treu, doch bei einer Weltmeisterschaft muss er sich fragen, ob das wirklich nötig ist, oder ob es bei manchen Szenen nicht besser gewesen wäre, er hätte das Spiel weiterlaufen lassen.
SPIELNOTE: 7
Es war eine schwungvolle, abwechslungsreiche Partie, die die Zuschauer zu sehen bekamen. Beide Mannschaften investierten viel in der Offensive, standen aber auch hinten sicher, und machten es dem Gegner so ziemlich schwer, etwas Produktives zustande zu bringen
STATISTIK
Holger Badstuber hatte heute einen ganz schweren Stand gegen den Spieler des Spiels, Milos Krasic. Mit 682 Punkten steht der Münchner auf Rang 122 des Castrol Rankings. Nach einer starken Saison beim FC Bayern München eine gute Platzierung. Und mit starken Auftritten bei der WM kann Badstuber bestimmt noch ein paar Plätze gut machen.
FAZIT
Serbien ist wieder voll dabei. Nach dem Sieg gegen Deutschland können sie sich doch noch für das Achtelfinale qualifizieren. Wie die Deutschen auch. Am kommenden Mittwoch wartet das Endspiel gegen Ghana. Wer hätte damit nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Australien gerechnet...
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?
Ersatzbank & Wechsel
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Ersatzbank & Wechsel
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44
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Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
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Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |
