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Abpfiff
Juni 20, 2010 8:30 nachm. CEST
Soccer City, Johannesburg
Schiedsrichter: Stephane Lannoy (France)
Juni 20, 2010 8:30 nachm. CEST
Soccer City, Johannesburg
Schiedsrichter: Stephane Lannoy (France)
Luis Fabiano
Brasilien
Brasilien
Kaká
Brasilien
Brasilien
Salomon Kalou
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
Salomon Kalou
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
Spielbericht WM 2010 Gruppe G: Brasilien – Elfenbeinküste
In einer von Taktik geprägten Begegnung besiegten eiskalte Brasilianer eine schwache Elfenbeinküste verdientermaßen mit 3:1. Die Selecao bot einmal mehr biedere Hausmannskost, bestach aber durch eine gnadenlose Effizienz und wusste einen überragenden Luis Fabiano in ihren Reihen.
Von Johannes RUPPRECHTER
Johannesburg. Brasilien gewann auch sein zweites Spiel der Gruppe G dieser WM. Gegen die Elfenbeinküste setzte sich das Team von Carlos Dunga durch Treffer von Luis Fabiano (2) und Elano bzw. Didier Drogba verdient mit 3:1 durch und qualifizierte sich somit für das Achtelfinale.
PERSONAL & TAKTIK
Carlos Dunga setzte bei der Selecao auf dieselbe Startformation wie im Auftaktspiel gegen Nordkorea. Vor Keeper Cesar verteidigten von rechts nach links Maicon, Lucio, Juan und Bastos. Gilberto Silva und Felipo Melo bildeten die Doppelsechs, Elano, Kaka und Robinho die offensive Mittelfeldreihe hinter Solospitze Luis Fabiano.
Auf Seiten der Ivorer vertraute Coach Sven-Göran Eriksson bis auf einer Ausnahme der identen Anfangself wie beim Start gegen Portugal. Der Wechsel hatte es jedoch in sich. 16 Tage nach seinem Ellbogenbruch bestritt Leader Drogba anstelle vom zuletzt agilen Gervinho sein erstes Spiel des Welt-Championats von Beginn weg. Dindan und Chelsea-Teamkollege Kalou wurden mit dem Auftrag bedacht, den Kapitän zu flankieren.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Lediglich 45 Sekunden benötigte Brasilien unter dem bereits gewohnten Vuvuzela-Geräusch im Soccer City zu Johannesburg, um in Person von Robinho den ersten 25-Meter-Warnschuss, der jedoch knapp über den Querbalken hinwegsegelte, abzugeben. In weiterer Folge zeichneten sich beide Teams durch eine gute Organisation in der Defensive aus. Beide Abwehrreichen verschoben diszipliniert und geschickt, sodass die gegnerischen Offensivspieler die zur Gefahrausstrahlung nötigen Lücken nicht finden konnten. Das Geschehen spielte sich weitestgehend im Mittelfeld ab, wo sich die Teams zwar taktisch auf einem hohen Niveau bewegten, aber auch vornehmlich risikolos agierten und sich gegenseitig neutralisierten. Der Rekordweltmeister verzeichnete ein optisches Übergewicht sowie ein Plus an Ballbesitz. So richtig Kapital daraus schlagen, konnten Kaka & Co. jedoch nicht. Bis, ja bis in Minute 25, als Kaka das Spielgerät steil in die Gasse und den Lauf von Fabiano steckte, der die Kugel aus 14 Meter halblinker Position unhaltbar für Barry im ivorischen Kasten unter die Latte hämmerte. Anschließend änderte sich wenig am Dargebotenen. Mit dem durch das Erfolgserlebnis frisch getankten Selbstvertrauen, ließen die Brasilianer den Ball unspektakulär in den eigenen Reihen zirkulieren und kontrollierten das Spiel nach Belieben. Die typisch brasilianische Zauberei blieb zwar wie in Partie eins aus, mit der ökonomischen Spielweise der Zuckerhut-Kicker kamen die Westafrikaner aber überhaupt nicht zurecht. Julio Cesar wurde von Drogba & Co. in Abschnitt eins nicht einmal gefordert, sein Können zu präsentieren. So blieb in einer von Taktik geprägten Begegnung beim verdienten 1:0 der Brasilianer zur Halbzeit.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Aus den Kabinen kamen dieselben 22 Akteure aus, welche auch schon in Durchgang eins auf
dem Platz standen. Zunächst ereignete sich erschreckend wenig, bis Fabiano in Minute 51 abermals eiskalt zuschlug. Mit einer tollen Einzelaktion verlud der Sevilla-Stürmer den ivorischen Abwehrverbund um Kolo Toure, Zokora und Tiene, ehe er die Kugel mit links in die Maschen drosch. Allerdings nahm der 29-Jährige den Ball bei seinem Tanz durch die westafrikanische Abwehrzentrale mit der Hand mit, was die Aberkennung des Treffers bedeuten hätte müssen. Nur Sekunden darauf hatte die Elfenbeinküste um ein Haar aber die passende Antwort parat. Doch der ansonsten weitestgehend unauffällige Drogba setzte das Leder mit einem Kopfball nach Tiote-Flanke nur um Zentimeter neben das brasilianische Gehäuse. Die Brasilianer indes agierten weiter effektiv pur. Elano gelang in der 62. Minute nach schönem Querpass von Kaka mit einem Linksschuss aus zehn Metern das 3:0. Den Ivorern gelang elf Minuten vor Ende durch einen Kopfball von Drogba nach Zuspiel von Yaya Tour nur mehr der Anschlusstreffer zum 1:3-Endstand. Zwei Minuten vor dem Ende wurde dann noch Kaka des Feldes verwiesen, nach einer Tätlichkeit gegen Keita hätte der Real-Akteur jedoch glatt Rot sehen müssen.
SCHLÜSSELSPIELER
Auf Seiten der Selecao glänzte Sturmführer Fabiano mit einer gnadenlosen Effektivität. Auch Kaka war mit zwei Assists maßgeblich am zweiten Sieg des Dunga-Teams bei dieser WM beteiligt. Auch Kapitän Lucio bot eine überragende Vorstellung.
Bei den Ivorern erreichte kein Akteur auch nur annähernd seine Bestform. Lediglich Tiote und der eingewechselte Gervinho wussten phasenweise einigermaßen zu überzeugen.
SCHLÜSSELSZENE
Durch den Treffer zum 1:0 zogen die Brasilianer den Ivorern den Zahn. Vor dem Pass von Kaka auf Fabiano tat sich für einmal ein Schlupfloch auf, welches der Real-Star zu einem Zuckerpass auf den Sevilla-Angreifer nutzte. Der ließ in seiner kaltschnäuzigen Manier Keeper Barry nicht den Funken einer Abwehrchance.
und sorgte für grenzenlosen Jubel bei den Südamerikanern. Bei den an diesem Tag ohnehin schwachen Slowaken lief nach diesem Schock noch weniger zusammen.

TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: Luis Fabiano


Mit seinem Doppelpack erhöhte der 29-Jährige sein Trefferkonto im 40 Länderspiel auf 27. Fabiano bewies an diesem Abend einmal mehr, weshalb er Brasiliens Top-Stürmer ist.
SCHIEDSRICHTER: Stephane Lannoy (Frankreich) – Note: 2
Der 40-Jährige lieferte eine schwache Vorstellung ab. Während seine Leistung in den ersten 45 Minuten noch einigermaßen in Ordnung war, übersah er jedoch nach Wiederbeginn vor dem 2:0 ein
doppeltes Handspiel von Fabiano sowie wenig später ein übles Foul von Tiote an Elano, das er mindestens mit Gelb ahnden hätte müssen. Auch die Ampelkarte gegen Kaka war eine Fehlentscheidung, nach dessen Schlag gegen Keita hätte es glatt Rot bedurft. Es bleibt dabei: es ist alles andere als die WM der Franzosen!
STATISTIK
Luis Fabiano erzielte in seinem 40. Länderspiel bereits die Treffer Nummer 26 und 27 – eine unglaubliche Quote für den Selecao-Stürmer Nummer eins, der im Castrol Rankings an ausgezeichneter achter Stelle rangiert.
SPIELNOTE: 5
Die Begegnung war von Beginn weg von Taktik geprägt. Die Brasilianer lauerten geduldig auf die Lücken der ivorischen Defensive und schlugen dann gnadenlos zu. Das Eriksson-Team indes biss sich fast über die gesamte Distanz die Zähne an der souveränen brasilianischen Defensive aus.
FAZIT
Brasilien siegte dank einer souveränen und top-organisierten Defensivleistung sowie einer starken Chancenverwertung völlig verdient gegen eine enttäuschende Elfenbeinküste mit 3:1 und qualifizierte sich damit für die Runde der letzten 16.
Eure Meinung: Ein verdientes Ergebnis?
PERSONAL & TAKTIKCarlos Dunga setzte bei der Selecao auf dieselbe Startformation wie im Auftaktspiel gegen Nordkorea. Vor Keeper Cesar verteidigten von rechts nach links Maicon, Lucio, Juan und Bastos. Gilberto Silva und Felipo Melo bildeten die Doppelsechs, Elano, Kaka und Robinho die offensive Mittelfeldreihe hinter Solospitze Luis Fabiano.
Auf Seiten der Ivorer vertraute Coach Sven-Göran Eriksson bis auf einer Ausnahme der identen Anfangself wie beim Start gegen Portugal. Der Wechsel hatte es jedoch in sich. 16 Tage nach seinem Ellbogenbruch bestritt Leader Drogba anstelle vom zuletzt agilen Gervinho sein erstes Spiel des Welt-Championats von Beginn weg. Dindan und Chelsea-Teamkollege Kalou wurden mit dem Auftrag bedacht, den Kapitän zu flankieren.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Lediglich 45 Sekunden benötigte Brasilien unter dem bereits gewohnten Vuvuzela-Geräusch im Soccer City zu Johannesburg, um in Person von Robinho den ersten 25-Meter-Warnschuss, der jedoch knapp über den Querbalken hinwegsegelte, abzugeben. In weiterer Folge zeichneten sich beide Teams durch eine gute Organisation in der Defensive aus. Beide Abwehrreichen verschoben diszipliniert und geschickt, sodass die gegnerischen Offensivspieler die zur Gefahrausstrahlung nötigen Lücken nicht finden konnten. Das Geschehen spielte sich weitestgehend im Mittelfeld ab, wo sich die Teams zwar taktisch auf einem hohen Niveau bewegten, aber auch vornehmlich risikolos agierten und sich gegenseitig neutralisierten. Der Rekordweltmeister verzeichnete ein optisches Übergewicht sowie ein Plus an Ballbesitz. So richtig Kapital daraus schlagen, konnten Kaka & Co. jedoch nicht. Bis, ja bis in Minute 25, als Kaka das Spielgerät steil in die Gasse und den Lauf von Fabiano steckte, der die Kugel aus 14 Meter halblinker Position unhaltbar für Barry im ivorischen Kasten unter die Latte hämmerte. Anschließend änderte sich wenig am Dargebotenen. Mit dem durch das Erfolgserlebnis frisch getankten Selbstvertrauen, ließen die Brasilianer den Ball unspektakulär in den eigenen Reihen zirkulieren und kontrollierten das Spiel nach Belieben. Die typisch brasilianische Zauberei blieb zwar wie in Partie eins aus, mit der ökonomischen Spielweise der Zuckerhut-Kicker kamen die Westafrikaner aber überhaupt nicht zurecht. Julio Cesar wurde von Drogba & Co. in Abschnitt eins nicht einmal gefordert, sein Können zu präsentieren. So blieb in einer von Taktik geprägten Begegnung beim verdienten 1:0 der Brasilianer zur Halbzeit.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Aus den Kabinen kamen dieselben 22 Akteure aus, welche auch schon in Durchgang eins auf
dem Platz standen. Zunächst ereignete sich erschreckend wenig, bis Fabiano in Minute 51 abermals eiskalt zuschlug. Mit einer tollen Einzelaktion verlud der Sevilla-Stürmer den ivorischen Abwehrverbund um Kolo Toure, Zokora und Tiene, ehe er die Kugel mit links in die Maschen drosch. Allerdings nahm der 29-Jährige den Ball bei seinem Tanz durch die westafrikanische Abwehrzentrale mit der Hand mit, was die Aberkennung des Treffers bedeuten hätte müssen. Nur Sekunden darauf hatte die Elfenbeinküste um ein Haar aber die passende Antwort parat. Doch der ansonsten weitestgehend unauffällige Drogba setzte das Leder mit einem Kopfball nach Tiote-Flanke nur um Zentimeter neben das brasilianische Gehäuse. Die Brasilianer indes agierten weiter effektiv pur. Elano gelang in der 62. Minute nach schönem Querpass von Kaka mit einem Linksschuss aus zehn Metern das 3:0. Den Ivorern gelang elf Minuten vor Ende durch einen Kopfball von Drogba nach Zuspiel von Yaya Tour nur mehr der Anschlusstreffer zum 1:3-Endstand. Zwei Minuten vor dem Ende wurde dann noch Kaka des Feldes verwiesen, nach einer Tätlichkeit gegen Keita hätte der Real-Akteur jedoch glatt Rot sehen müssen.SCHLÜSSELSPIELER
Auf Seiten der Selecao glänzte Sturmführer Fabiano mit einer gnadenlosen Effektivität. Auch Kaka war mit zwei Assists maßgeblich am zweiten Sieg des Dunga-Teams bei dieser WM beteiligt. Auch Kapitän Lucio bot eine überragende Vorstellung.
Bei den Ivorern erreichte kein Akteur auch nur annähernd seine Bestform. Lediglich Tiote und der eingewechselte Gervinho wussten phasenweise einigermaßen zu überzeugen.

SCHLÜSSELSZENE
Durch den Treffer zum 1:0 zogen die Brasilianer den Ivorern den Zahn. Vor dem Pass von Kaka auf Fabiano tat sich für einmal ein Schlupfloch auf, welches der Real-Star zu einem Zuckerpass auf den Sevilla-Angreifer nutzte. Der ließ in seiner kaltschnäuzigen Manier Keeper Barry nicht den Funken einer Abwehrchance.
und sorgte für grenzenlosen Jubel bei den Südamerikanern. Bei den an diesem Tag ohnehin schwachen Slowaken lief nach diesem Schock noch weniger zusammen.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: Luis Fabiano


Mit seinem Doppelpack erhöhte der 29-Jährige sein Trefferkonto im 40 Länderspiel auf 27. Fabiano bewies an diesem Abend einmal mehr, weshalb er Brasiliens Top-Stürmer ist.
SCHIEDSRICHTER: Stephane Lannoy (Frankreich) – Note: 2
Der 40-Jährige lieferte eine schwache Vorstellung ab. Während seine Leistung in den ersten 45 Minuten noch einigermaßen in Ordnung war, übersah er jedoch nach Wiederbeginn vor dem 2:0 ein
doppeltes Handspiel von Fabiano sowie wenig später ein übles Foul von Tiote an Elano, das er mindestens mit Gelb ahnden hätte müssen. Auch die Ampelkarte gegen Kaka war eine Fehlentscheidung, nach dessen Schlag gegen Keita hätte es glatt Rot bedurft. Es bleibt dabei: es ist alles andere als die WM der Franzosen!STATISTIK
Luis Fabiano erzielte in seinem 40. Länderspiel bereits die Treffer Nummer 26 und 27 – eine unglaubliche Quote für den Selecao-Stürmer Nummer eins, der im Castrol Rankings an ausgezeichneter achter Stelle rangiert.
SPIELNOTE: 5
Die Begegnung war von Beginn weg von Taktik geprägt. Die Brasilianer lauerten geduldig auf die Lücken der ivorischen Defensive und schlugen dann gnadenlos zu. Das Eriksson-Team indes biss sich fast über die gesamte Distanz die Zähne an der souveränen brasilianischen Defensive aus.
FAZIT
Brasilien siegte dank einer souveränen und top-organisierten Defensivleistung sowie einer starken Chancenverwertung völlig verdient gegen eine enttäuschende Elfenbeinküste mit 3:1 und qualifizierte sich damit für die Runde der letzten 16.
Eure Meinung: Ein verdientes Ergebnis?
Ersatzbank & Wechsel
32
1
4
33
-
19
-
8
23
7
2
7
Ersatzbank & Wechsel
31
-
4
20
15
2
19
10
8
27
11
11
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
|
|
David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
|
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
|
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |
