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Abpfiff
Juni 23, 2010 4:00 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Germany)
Juni 23, 2010 4:00 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Germany)
James Milner
England
England
Steven Gerrard
England
England
Bojan Jokic
Slowenien
Slowenien
Wayne Rooney
England
England
Spielbericht WM 2010 Gruppe C: Slowenien – England
Nach zwei schwachen Auftritten zum WM-Auftakt finden die „Three Lions“ wieder in die Spur. Nach einem verdienten Sieg über Slowenien wurde der Achtelfinaleinzug sichergestellt. Vor allem die spielerische Leistung stimmte wieder bei der Capello-Elf.
(frd) Port Elizabeth. Trotz einer 0:1-Pleite gegen England hatte auch Slowenien lange Hoffnung, im Achtelfinale der WM 2010 zu stehen. Ein Last-Minute-Treffer der USA gegen Algerien zerschellte jedoch alle Träume von Novakovic & Co.
PERSONAL & TAKTIK
Erneut gab es Veränderung in der englischen Viererkette: Upson vertrat den gesperrten Carragher. Statt Heskey durfte Defoe neben Rooney stürmen und Milner statt Lennon bekam im Mittelfeld den Vorzug. Sloweniens Matjaz Kek hingegen nahm keine Änderungen in seiner Startelf vor im Vergleich zum Remis gegen die Vereinigten Staaten vor.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nach einer ersten Abtastphase bescherte Birsa für die erste Chance im Spiel. Sein Schuss stellte Oldie James jedoch vor keine Probleme (7.). Dennoch hielten die Slowenen zunächst gut mit, Englands erster Vorstoß nach Traum-Steilpass von Johnson auf Rooney verpuffte in einer Flanke, die keinen Abnehmer fand (10.), ebenso wie Rooneys aussichtsreicher Tunnel-Steilpass auf Lampard nach einer Viertelstunde im Nichts. Aus dem Spiel heraus gelang nicht viel, Lampards Flatter-Freistoß aus gut 30 Metern in die Arme des Keepers (14.), verlieh Capellos Truppe jedoch Schwung.
Die „Three Lions“ rückten immer weiter auf. Zunächst übersah Rooney Milner (18.) und suchte selbst den Abschluss. Die anschließende Ecke segelte an Freund und Feind vorbei, obwohl Terry noch dran war (18.). Johnson prüfte Handanovic mit einem Fernschuss (20.). Trotz der englischen Offensive gelangten die Slowenen bei Kontern schnell vor den gegnerischen Kasten. Ljubijankic leitete so einen ein, Terry konnte seinen Schuss gerade noch abblocken (20.). Die daraus resultierende Ecke ermöglichte Koren eine Nachschuss-Chance, die zudem noch von Cesar abgefälscht wurde. James hielt jedoch sicher (21.).
Die Führung der Briten lag in der Luft und erfolgte nach 23 Minuten: Capello bewies ein glückliches Händchen, denn zwei seiner drei Startelf-Änderungen kreierten das 1:0. Milner flankte traumhaft in den Lauf von Defoe, der in der Luft den Ball gerade aus ins Tor hineinlenkte. Handanovic bekam das Leder zwar auf den Körper, konnte jedoch seine tollen Reflexe nicht abrufen. Die Masche wurde Minuten später erneut probiert, diesmal konnte der Udinese-Schlussmann jedoch vor Defoe zwischen das Zuspiel geraten, Lampards Direktabnahme zischte knapp übers Gehäuse (27.). Gerrard kam eine Szene später zur Doppel-Möglichkeit: Sowohl sein Distanzschuss, als auch sein Schuss nach Rooneys-Abspiel konnte Handanovic jedoch parieren (31.).
England demonstrierte weiter spielerisches Übergewicht, konnte jedoch nicht erhöhen. Vor der Pause kam der Gegner via eines Freistoß von Birsa noch einmal nah ans Tor, doch Novakovic, der sich vor James schlich, stand im Abseits (42.), so dass es mit 1:0 in die Kabine ging.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Aufregung direkt nach Wiederanpfiff! Rooney sah bei einer Ecke, dass Handanovic noch nicht in seinem Kasten stand. Der Torwart konnte den Ball jedoch wegfausten, allerdings direkt in die Füße von Gerrard, der per Kopf zu Defoe zurücklegte, doch der Londoner Stürme kam nicht richtig hinter den Ball (46.). Minuten später netzte Defoe dafür erneut ein, doch dieser Treffer zählte wegen knappem Abseits nicht (50.). Slowenien kam nur zu Verzweiflungsflanken, die Novakovic verfehlten (51.) und auch Birsa Freistöße blieben kein Problem für James (52.).
Die „Three Lions“ legten einen Gang zu und wollten den Sack zuschnüren: Zunächst verhinderte Handanovic klasse, dass Terry per Ecke das 2:0 einköpft (56.), Rooneys Schuss nach traumhaften Kombinationsspiel bremste der Pfosten (57.). Weiter stand es nur 1:0, ein gefährliches Ergebnis, wie folgende Megachance der Slowenen zeigte: Terry konnte Novakovics Drehschuss gerade noch abblocken. Dasselbe Schicksal traf Dedic beim Nachschuss und auch Birsa versagte, die Möglichkeit in ein Tor umzumünzen (68.). Sein wenig später folgender Freistoß kam James’ Gehäuse erneut gefährlich nah (70.). Capello nahm Rooney raus und brachte Joe Cole, um das Mittelfeld zu stabilisieren, was jedoch der Offensive die Luft herausnahm. Eine richtige Entscheidung? Kek erhöhte mit weiteren Stürmern den Druck, doch weder Matavz noch ein anderer Slowene kam zum Abschluss. Es blieb beim 1:0 für die Briten.

SCHLÜSSELSZENE
Das 1:0 belegt, was England zuvor fehlte: Jemand, der ordentliche Flanken schlägt und die Außen aktiviert, sowie einen quirligen zweiten Stürmer, der die gegnerische Viererkette in Schacht hielt. Defoe, Milner und die taktische Einstellung der Insel-Kicker hatten einen Riesen-Effekt.
SCHLÜSSELSPIELER
Das war der Rooney, den wir kennen. Der „Red Devil“, der steil ging, vorne die Bälle hielt, seine Laufdynamik ausspielte und den Abschluss suchte. Heskeys Fehlen wirkte wie eine Befreiung, Defoe zeigte sich als passender Sturmpartner, Terry war hinten eine Bank, Milner im Mittelfeld ein Aufputschmittel. Slowenien war permanent mit Verteidigen beschäftigt, hier zeigte Brecko eine erneut überzeugende Darbietung.
Turkish Airlines präsentiert den
TOPSPIELER DES SPIELS: James Milner
Seine Flanken führten nicht nur zum Torerfolg, sondern verschafften dem englischen Spiel Kreativität, Bewegung und Tiefe
SCHIEDSRICHTER Wolfgang Stark (Deutschland) – Note: 8
Zeigte früh Grenzen auf, als Johnson & Co ruppig in die Duelle gingen, tat dies jedoch ohne Karten. Viel in einer sehr fairen Partie weiter nicht auf – ein größeres Kompliment kann es für einen Referee – vor allem bei dieser Weltmeisterschaft nicht geben.
STATISTIK
Slowenien feuerte zwar genau so viele Schüsse ab, wie England (13), doch löste kaum etwas spielerisch. Milner, vor dem Spiel nur leistungstechnisch auf Rang 14 im Team der Briten laut Castrol Index, belebte genau dieses Mittel der Briten. Seine Flanke sorgte für den 1:0-Sieg. Mit der Leisutng zählt der Mann von Aston Villa definitiv in der nächsten Runde zu den Top 11 der Three Lions.
SPIELNOTE: 5,5
Schöne Spielzüge der Engländer, einige Torraumszenen, aber dennoch lang anhaltende Spannung machten das Match jedenfalls zu keinem Langweiler.
FAZIT
England kann es also doch noch: dominanten Fußball spielen. Nach der Unruhe der letzten Tage keine Selbstverständlichkeit. Allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Doch dazu hat man im Achtelfinale Nachhol-Gelegenheit.
Eure Meinung: Was sagt ihr zum 1:0 der Engländer über Slowenien?
PERSONAL & TAKTIKErneut gab es Veränderung in der englischen Viererkette: Upson vertrat den gesperrten Carragher. Statt Heskey durfte Defoe neben Rooney stürmen und Milner statt Lennon bekam im Mittelfeld den Vorzug. Sloweniens Matjaz Kek hingegen nahm keine Änderungen in seiner Startelf vor im Vergleich zum Remis gegen die Vereinigten Staaten vor.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Nach einer ersten Abtastphase bescherte Birsa für die erste Chance im Spiel. Sein Schuss stellte Oldie James jedoch vor keine Probleme (7.). Dennoch hielten die Slowenen zunächst gut mit, Englands erster Vorstoß nach Traum-Steilpass von Johnson auf Rooney verpuffte in einer Flanke, die keinen Abnehmer fand (10.), ebenso wie Rooneys aussichtsreicher Tunnel-Steilpass auf Lampard nach einer Viertelstunde im Nichts. Aus dem Spiel heraus gelang nicht viel, Lampards Flatter-Freistoß aus gut 30 Metern in die Arme des Keepers (14.), verlieh Capellos Truppe jedoch Schwung.
Die „Three Lions“ rückten immer weiter auf. Zunächst übersah Rooney Milner (18.) und suchte selbst den Abschluss. Die anschließende Ecke segelte an Freund und Feind vorbei, obwohl Terry noch dran war (18.). Johnson prüfte Handanovic mit einem Fernschuss (20.). Trotz der englischen Offensive gelangten die Slowenen bei Kontern schnell vor den gegnerischen Kasten. Ljubijankic leitete so einen ein, Terry konnte seinen Schuss gerade noch abblocken (20.). Die daraus resultierende Ecke ermöglichte Koren eine Nachschuss-Chance, die zudem noch von Cesar abgefälscht wurde. James hielt jedoch sicher (21.).
Die Führung der Briten lag in der Luft und erfolgte nach 23 Minuten: Capello bewies ein glückliches Händchen, denn zwei seiner drei Startelf-Änderungen kreierten das 1:0. Milner flankte traumhaft in den Lauf von Defoe, der in der Luft den Ball gerade aus ins Tor hineinlenkte. Handanovic bekam das Leder zwar auf den Körper, konnte jedoch seine tollen Reflexe nicht abrufen. Die Masche wurde Minuten später erneut probiert, diesmal konnte der Udinese-Schlussmann jedoch vor Defoe zwischen das Zuspiel geraten, Lampards Direktabnahme zischte knapp übers Gehäuse (27.). Gerrard kam eine Szene später zur Doppel-Möglichkeit: Sowohl sein Distanzschuss, als auch sein Schuss nach Rooneys-Abspiel konnte Handanovic jedoch parieren (31.).
England demonstrierte weiter spielerisches Übergewicht, konnte jedoch nicht erhöhen. Vor der Pause kam der Gegner via eines Freistoß von Birsa noch einmal nah ans Tor, doch Novakovic, der sich vor James schlich, stand im Abseits (42.), so dass es mit 1:0 in die Kabine ging.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Aufregung direkt nach Wiederanpfiff! Rooney sah bei einer Ecke, dass Handanovic noch nicht in seinem Kasten stand. Der Torwart konnte den Ball jedoch wegfausten, allerdings direkt in die Füße von Gerrard, der per Kopf zu Defoe zurücklegte, doch der Londoner Stürme kam nicht richtig hinter den Ball (46.). Minuten später netzte Defoe dafür erneut ein, doch dieser Treffer zählte wegen knappem Abseits nicht (50.). Slowenien kam nur zu Verzweiflungsflanken, die Novakovic verfehlten (51.) und auch Birsa Freistöße blieben kein Problem für James (52.).
Die „Three Lions“ legten einen Gang zu und wollten den Sack zuschnüren: Zunächst verhinderte Handanovic klasse, dass Terry per Ecke das 2:0 einköpft (56.), Rooneys Schuss nach traumhaften Kombinationsspiel bremste der Pfosten (57.). Weiter stand es nur 1:0, ein gefährliches Ergebnis, wie folgende Megachance der Slowenen zeigte: Terry konnte Novakovics Drehschuss gerade noch abblocken. Dasselbe Schicksal traf Dedic beim Nachschuss und auch Birsa versagte, die Möglichkeit in ein Tor umzumünzen (68.). Sein wenig später folgender Freistoß kam James’ Gehäuse erneut gefährlich nah (70.). Capello nahm Rooney raus und brachte Joe Cole, um das Mittelfeld zu stabilisieren, was jedoch der Offensive die Luft herausnahm. Eine richtige Entscheidung? Kek erhöhte mit weiteren Stürmern den Druck, doch weder Matavz noch ein anderer Slowene kam zum Abschluss. Es blieb beim 1:0 für die Briten.

SCHLÜSSELSZENE
Das 1:0 belegt, was England zuvor fehlte: Jemand, der ordentliche Flanken schlägt und die Außen aktiviert, sowie einen quirligen zweiten Stürmer, der die gegnerische Viererkette in Schacht hielt. Defoe, Milner und die taktische Einstellung der Insel-Kicker hatten einen Riesen-Effekt.
SCHLÜSSELSPIELER
Das war der Rooney, den wir kennen. Der „Red Devil“, der steil ging, vorne die Bälle hielt, seine Laufdynamik ausspielte und den Abschluss suchte. Heskeys Fehlen wirkte wie eine Befreiung, Defoe zeigte sich als passender Sturmpartner, Terry war hinten eine Bank, Milner im Mittelfeld ein Aufputschmittel. Slowenien war permanent mit Verteidigen beschäftigt, hier zeigte Brecko eine erneut überzeugende Darbietung.
Turkish Airlines präsentiert denTOPSPIELER DES SPIELS: James Milner
Seine Flanken führten nicht nur zum Torerfolg, sondern verschafften dem englischen Spiel Kreativität, Bewegung und Tiefe
SCHIEDSRICHTER Wolfgang Stark (Deutschland) – Note: 8
Zeigte früh Grenzen auf, als Johnson & Co ruppig in die Duelle gingen, tat dies jedoch ohne Karten. Viel in einer sehr fairen Partie weiter nicht auf – ein größeres Kompliment kann es für einen Referee – vor allem bei dieser Weltmeisterschaft nicht geben.
STATISTIK

Slowenien feuerte zwar genau so viele Schüsse ab, wie England (13), doch löste kaum etwas spielerisch. Milner, vor dem Spiel nur leistungstechnisch auf Rang 14 im Team der Briten laut Castrol Index, belebte genau dieses Mittel der Briten. Seine Flanke sorgte für den 1:0-Sieg. Mit der Leisutng zählt der Mann von Aston Villa definitiv in der nächsten Runde zu den Top 11 der Three Lions.
SPIELNOTE: 5,5
Schöne Spielzüge der Engländer, einige Torraumszenen, aber dennoch lang anhaltende Spannung machten das Match jedenfalls zu keinem Langweiler.
FAZIT
England kann es also doch noch: dominanten Fußball spielen. Nach der Unruhe der letzten Tage keine Selbstverständlichkeit. Allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Doch dazu hat man im Achtelfinale Nachhol-Gelegenheit.
Eure Meinung: Was sagt ihr zum 1:0 der Engländer über Slowenien?
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
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Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |
