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Abpfiff
Juni 25, 2010 8:30 nachm. CEST
Loftus Versfeld Stadium, Pretoria
Schiedsrichter: Marco Rodríguez (MEX)
Juni 25, 2010 8:30 nachm. CEST
Loftus Versfeld Stadium, Pretoria
Schiedsrichter: Marco Rodríguez (MEX)
Andrés Iniesta Luján
Spanien
Spanien
David Villa
Spanien
Spanien
Marco Estrada Quinteros
Chile
Chile
Marco Estrada Quinteros
Chile
Chile
Spielbericht WM 2010 Gruppe H: Chile - Spanien
Spanien bezwang zum Abschluss der Vorrunde Chile in einer temporeichen Begegnung mit 2:1 und sicherte sich dadurch den Sieg in Gruppe H. Chile begann überfallsartig, schwächte sich dann durch einen Ausflug und eine Ampelkarte selbst, die Furia Roja brachte den Dreier souverän über die Ziellinie.
Von Johannes RUPPRECHTER
Pretoria. Spanien besiegte Chile am letzten Spieltag der WM-Gruppe H mit 2:1. Damit qualifizierten sich beide Teams für das Achtelfinale, wo es der Europamiester im iberischen Duell auf Portugal und Vidal und seine Kollegen im südamerianischen Hit auf Brasilien treffen.
PERSONAL & TAKTIK
Auf Seiten der Chilenen musste Coach Bielsa die gesperrten Fernandez und Carmona ersetzen. Für das Duo waren Estrada und Marc Gonzalez mit von der Partie. Anstelle von Suazo lief Valdivia in der chilenischen 3-3-3-1-Formation an vorderster Stelle auf.
Die „Furia Roja“ trat im Vergleich zum 2:0-Erfolg über Honduras bis auf einer Position ident an. Barças wiedergenesener Iniesta rutschte für Sevillas Navas ins Mittelfeld. Den Angriff bildeten abermals Villa und Torres.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Spanien war es, das vor 40.000 Zuschauern in der Loftus Versfeld Arena zu Pretoria die erste Möglichkeit vorfand. Ein weiter Befreiungsschlag aus der eigenen Defensive mutierte zum Assist für Torres, der im Strafraum in buchstäblich letzter Sekunde von Jara entscheidend bedrängt wurde (5.). Doch die Südamerikaner um Leverkusens Arturo Vidal versteckten sich keineswegs, im Gegenteil: Das Bielsa-Team presste recht früh und erzwang so einige ungewohnte Ballverluste des Europameisters. In Minute zehn wurde Chile zum ersten Mal so richtig gefährlich. Nach einer schönen Kombination wurde Beausejour auf rechts ideal freigespielt, dessen Querpass landete aber nicht nur im Rücken der Abwehr, sondern auch in dem vom mitgelaufenen Gonzalez, sodass dieser das Spielgerät in Rücklage am Fünfer über das Tor beförderte. In weiterer Folge agierten die in Rot spielenden Chilenen weiter mit unglaublich hoher Laufintensität, schnürten den sichtlich überraschten Spaniern sogar zeitweise die Luft zum Atmen ab. Zudem agierten Vidal & Co. extrem giftig, sahen von Minute 15 bis 21 nicht weniger als dreimal Gelb. Und als nicht wirklich viel für einen Treffer Spaniens sprach, fiel dieser – jedoch begünstigt von einem kapitalen Torwartfehler. Nach einem Steilpass von Xabi Alonso auf Torres marschierte Kapitän Bravo völlig unnötigerweise aus seinem Kasten und tackelte das Leder punkgenau vor die Beine von Villa.
Der EM-Torschützenkönig von 2008 fackelte nicht lange und traf direkt aus 40 Metern zur vielumjubelten Führung für die „Seleccion“. Obwohl Spanien mit diesem Treffer im Rücken das Kommando im Anschluss übernahm, fand der agile Beausejour zehn Minuten vor der Pause die Ausgleichschance vor. Doch von Pique bedrängt verfehlte der Offensivspieler das Ziel knapp. 120 Sekunden darauf zeigte Spanien die gegen die Schweiz so schmerzhaft vermisste Effizienz. Mit einem Idealpass von Villa ideal bedient, traf Iniesta mit rechts aus 14 Metern souverän ins rechte untere Eck. Bei der Aktion, die zum 2:0 führte, kreuzte Estrada den Weg von Torres unabsichtlich und sah die Ampelkarte. Alles andere als gute Voraussetzungen also für dezimierte Chilenen für Abschnitt zwei.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
In diesem wirkten ab der 46. Minute zwei frische Chilenen mit. Für Valdivia kam Paredes, für Mark Gonzales Millar. Und der benötigte keine 60 Sekunden um erfolgreich zu sein. Sein Schuss aus 17 Metern wurde von Pique unhaltbar für Casillas zum Anschlusstreffer abgefälscht. Anschließend spielten die Spanier die nummerische Überlegenheit durch teils sehr lange Ballstafetten gekonnt aus. Die Chilenen mussten nicht nur der Gelb-Roten-Karte von Estrada, sondern auch der hohen Laufintensität der ersten 45 Minuten Tribut zollen, dennoch fighteten die Südamerikaner mit unbändigem Willen und riesigem Engagement weiter. Durch diese Tugenden machten sie es den Iberern alles andere als leicht, um zu Top-Chancen zu gelangen. Die „Seleccion“ verstand es aber bestens, den Kontrahenten müde zu spielen. Offensiv ließen es Xavi, Iniesta & Co. mit Fortdauer aber immer ruhiger angehen. So blieb es bei einer chancen- und ereignisarmen Schlussphase und dem letztlich verdienten 2:1-Erfolg der Spanier. Dennoch zogen auch die Chilenen hinter dem Europameister als Gruppenzweiter in die Runde der letzten 16 ein.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Chilenen wussten neben Defensivmann Ponce der Leverkusener Vidal und Offensivakteur Beausejour zu gefallen.
Villa, Xavi und Iniesta drückten dem Spiel des Europameisters über weite Strecken den Stempel auf.
SCHLÜSSELSZENE
Mit dem höchst ansehnlichen 2:0 durch Iniesta nach Vorlage von Villa wurde den bis dato starken Chilenen der Zahn gezogen. Doch nicht unbedingt durch den neuen Zwischenstand, vielmehr durch die Gelb-Rote-Karte, welche Estrada nach unabsichtlichem Wegkreuzen mit Torres bei diesem Spielzug sah.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: David Villa
Wie gegen Honduras kam der 28-Jährige auch gegen Chile zu zwei Scorer Punkten. Mit dem Unterschieden, dass er diesmal einen Assist zu seinem Treffer zum 1:0 hinzugesellen ließ.
Goal.com International wählte Andres Iniesta zum Spieler des Spiels.
SCHIEDSRICHTER: Marco Rodriguez (Mexiko) – Note: 4.5
Hätte Estrada eigentlich schon früher runterschicken müssen. Die Ampelkarte war letztlich eine Kompensations-Entscheidung. Ansonsten fehlte ihm in der einen oder anderen Situation die nötige Souveränität.
STATISTIK
Barça-Neuzugang Villa ist im Castrol Rankings mit Rang neun ohnehin sehr beachtlich positioniert. Mit einem Treffer und einem Assist dürfte der stets agile Vollblutstürmer diesen Platz mehr als nur einzementiert haben.
SPIELNOTE: 6
Die Zuschauer bekamen über weite Strecken eine flotte Partie mit schönen Spielzügen zu sehen. Durch enorme Leidenschaft und unbändigen Willen erschwerten die Südamerikaner dem Europameister das Leben enorm.
FAZIT
Ein gesamt gesehen absolut verdienter Erfolg der Spanier gegen starke Chilenen, die vielleicht etwas zu forsch und offensiv begannen. Letztlich setzte sich die Souveränität und Klasse der Iberer durch. Am Ende jubelte aber sowohl Spanien als auch Chile über den Einzug unter die 16 besten Teams dieses Weltturniers.
Eure Meinung: Ein verdientes Ergebnis?
PERSONAL & TAKTIKAuf Seiten der Chilenen musste Coach Bielsa die gesperrten Fernandez und Carmona ersetzen. Für das Duo waren Estrada und Marc Gonzalez mit von der Partie. Anstelle von Suazo lief Valdivia in der chilenischen 3-3-3-1-Formation an vorderster Stelle auf.
Die „Furia Roja“ trat im Vergleich zum 2:0-Erfolg über Honduras bis auf einer Position ident an. Barças wiedergenesener Iniesta rutschte für Sevillas Navas ins Mittelfeld. Den Angriff bildeten abermals Villa und Torres.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Spanien war es, das vor 40.000 Zuschauern in der Loftus Versfeld Arena zu Pretoria die erste Möglichkeit vorfand. Ein weiter Befreiungsschlag aus der eigenen Defensive mutierte zum Assist für Torres, der im Strafraum in buchstäblich letzter Sekunde von Jara entscheidend bedrängt wurde (5.). Doch die Südamerikaner um Leverkusens Arturo Vidal versteckten sich keineswegs, im Gegenteil: Das Bielsa-Team presste recht früh und erzwang so einige ungewohnte Ballverluste des Europameisters. In Minute zehn wurde Chile zum ersten Mal so richtig gefährlich. Nach einer schönen Kombination wurde Beausejour auf rechts ideal freigespielt, dessen Querpass landete aber nicht nur im Rücken der Abwehr, sondern auch in dem vom mitgelaufenen Gonzalez, sodass dieser das Spielgerät in Rücklage am Fünfer über das Tor beförderte. In weiterer Folge agierten die in Rot spielenden Chilenen weiter mit unglaublich hoher Laufintensität, schnürten den sichtlich überraschten Spaniern sogar zeitweise die Luft zum Atmen ab. Zudem agierten Vidal & Co. extrem giftig, sahen von Minute 15 bis 21 nicht weniger als dreimal Gelb. Und als nicht wirklich viel für einen Treffer Spaniens sprach, fiel dieser – jedoch begünstigt von einem kapitalen Torwartfehler. Nach einem Steilpass von Xabi Alonso auf Torres marschierte Kapitän Bravo völlig unnötigerweise aus seinem Kasten und tackelte das Leder punkgenau vor die Beine von Villa.

Der EM-Torschützenkönig von 2008 fackelte nicht lange und traf direkt aus 40 Metern zur vielumjubelten Führung für die „Seleccion“. Obwohl Spanien mit diesem Treffer im Rücken das Kommando im Anschluss übernahm, fand der agile Beausejour zehn Minuten vor der Pause die Ausgleichschance vor. Doch von Pique bedrängt verfehlte der Offensivspieler das Ziel knapp. 120 Sekunden darauf zeigte Spanien die gegen die Schweiz so schmerzhaft vermisste Effizienz. Mit einem Idealpass von Villa ideal bedient, traf Iniesta mit rechts aus 14 Metern souverän ins rechte untere Eck. Bei der Aktion, die zum 2:0 führte, kreuzte Estrada den Weg von Torres unabsichtlich und sah die Ampelkarte. Alles andere als gute Voraussetzungen also für dezimierte Chilenen für Abschnitt zwei.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
In diesem wirkten ab der 46. Minute zwei frische Chilenen mit. Für Valdivia kam Paredes, für Mark Gonzales Millar. Und der benötigte keine 60 Sekunden um erfolgreich zu sein. Sein Schuss aus 17 Metern wurde von Pique unhaltbar für Casillas zum Anschlusstreffer abgefälscht. Anschließend spielten die Spanier die nummerische Überlegenheit durch teils sehr lange Ballstafetten gekonnt aus. Die Chilenen mussten nicht nur der Gelb-Roten-Karte von Estrada, sondern auch der hohen Laufintensität der ersten 45 Minuten Tribut zollen, dennoch fighteten die Südamerikaner mit unbändigem Willen und riesigem Engagement weiter. Durch diese Tugenden machten sie es den Iberern alles andere als leicht, um zu Top-Chancen zu gelangen. Die „Seleccion“ verstand es aber bestens, den Kontrahenten müde zu spielen. Offensiv ließen es Xavi, Iniesta & Co. mit Fortdauer aber immer ruhiger angehen. So blieb es bei einer chancen- und ereignisarmen Schlussphase und dem letztlich verdienten 2:1-Erfolg der Spanier. Dennoch zogen auch die Chilenen hinter dem Europameister als Gruppenzweiter in die Runde der letzten 16 ein.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Chilenen wussten neben Defensivmann Ponce der Leverkusener Vidal und Offensivakteur Beausejour zu gefallen.
Villa, Xavi und Iniesta drückten dem Spiel des Europameisters über weite Strecken den Stempel auf.
SCHLÜSSELSZENE
Mit dem höchst ansehnlichen 2:0 durch Iniesta nach Vorlage von Villa wurde den bis dato starken Chilenen der Zahn gezogen. Doch nicht unbedingt durch den neuen Zwischenstand, vielmehr durch die Gelb-Rote-Karte, welche Estrada nach unabsichtlichem Wegkreuzen mit Torres bei diesem Spielzug sah.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOPSPIELER DES SPIELS: David VillaWie gegen Honduras kam der 28-Jährige auch gegen Chile zu zwei Scorer Punkten. Mit dem Unterschieden, dass er diesmal einen Assist zu seinem Treffer zum 1:0 hinzugesellen ließ.
Goal.com International wählte Andres Iniesta zum Spieler des Spiels.
SCHIEDSRICHTER: Marco Rodriguez (Mexiko) – Note: 4.5
Hätte Estrada eigentlich schon früher runterschicken müssen. Die Ampelkarte war letztlich eine Kompensations-Entscheidung. Ansonsten fehlte ihm in der einen oder anderen Situation die nötige Souveränität.
STATISTIK
Barça-Neuzugang Villa ist im Castrol Rankings mit Rang neun ohnehin sehr beachtlich positioniert. Mit einem Treffer und einem Assist dürfte der stets agile Vollblutstürmer diesen Platz mehr als nur einzementiert haben.SPIELNOTE: 6
Die Zuschauer bekamen über weite Strecken eine flotte Partie mit schönen Spielzügen zu sehen. Durch enorme Leidenschaft und unbändigen Willen erschwerten die Südamerikaner dem Europameister das Leben enorm.
FAZIT
Ein gesamt gesehen absolut verdienter Erfolg der Spanier gegen starke Chilenen, die vielleicht etwas zu forsch und offensiv begannen. Letztlich setzte sich die Souveränität und Klasse der Iberer durch. Am Ende jubelte aber sowohl Spanien als auch Chile über den Einzug unter die 16 besten Teams dieses Weltturniers.
Eure Meinung: Ein verdientes Ergebnis?
Ersatzbank & Wechsel
23
12
-
4
17
14
11
14
26
14
7
19
Ersatzbank & Wechsel
25
1
17
18
5
7
21
10
9
17
4
24
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
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Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |