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Abpfiff
Juni 21, 2010 4:00 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Khali Al Ghamdi (Saudi Arabia)
Juni 21, 2010 4:00 nachm. CEST
Nelson Mandela Bay, Port Elizabeth
Schiedsrichter: Khali Al Ghamdi (Saudi Arabia)
Alexis Sánchez
Chile
Chile
Jorge Valdivia
Chile
Chile
Reto Ziegler
Schweiz
Schweiz
Valon Behrami
Schweiz
Schweiz
Spielbericht WM 2010 Gruppe H: Chile - Schweiz
Ottmar Hitzfeld nannte Chile den schwierigeren Gegner als Spanien. Er sollte Recht behalten. Mit der 0:1 Niederlage gegen Chile ist in der Gruppe H noch alles möglich.
Von Erik BRÜHLMANN
Port Elizabeth. Die Schweiz versuchte im Spiel gegen Chile, den Sensationsstart zu untermauern. Durch die 0:1-Niederlage ist Chile so gut wie durch, für die Eidgenossen wird es hingegen noch einmal eng.
PERSONAL & TAKTIK
Bei Chile gab der wiedergenesene Humberto Suazo die einzige echte Sturmspitze vor einem massierten, sehr offensiven 5-Mann-Mittelfeld und einer Vierer-Abwehrkette, in der mit Jara ein zweites neues Gesicht spielte. Ottmar Hitzfeld nahm zwei Wechsel vor: Valon Behrami ersetzte Tranquillo Barnetta, Alex Frei den gegen Spanien starken Eren Derdiyok - um frische Kräfte zu bringen, wie Hitzfeld sagte.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Bei starkem Wind und dürftigen Rasenverhältnissen begann die Partie zerfahren. Es war deutlich, dass die Eidgenossen gegen die offensiv starken Chilenen wieder mit massiver Abwehrarbeit glänzen wollten. Dennoch: In der 10. Minute musste der Schweizer Keeper Benaglio gleich zweimal hintereinander parieren - ein erster Weckruf der Chilenen. Obwohl Chile spielerische Vorteile hatte, konnten sie in den ersten 20 Minuten aber keine weitere Torgefahr heraufbeschwören. Ebenso wenig wie die Schweizer, die offensiv erst einmal gar nicht stattfanden. Die erste Schweizer Chance entstand bezeichnenderweise aus eine schwachen Rückpass von Isla zu seinem Keeper Bravo, doch N'Kufo war ein paar Schritte zu langsam, um abstauben zu können. In der 30. Minute der Schock: Rot für Behrami wegen einer mutmaßlichen Tätlichkeit - eine viel zu harte Entscheidung des kartenfreudigen Schiedsrichters - auch dank der schauspielerischen Leistung von Arturo Vidal. Nun kamen die Chilenen logischerweise zu mehr Chancen, wenn auch nicht zu besseren. Erst in Minute 39 kam Sanchez zum Abschluss, zielte aber genau auf Benaglio. Auch der zweite neue Schweizer musste noch vor der Halbzeit gehen: Aus taktischen Gründen kam Barnetta für Frei.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
In Halbzeit zwei wechselte Chiles Coach Bielsa gleich doppelt: Für Suazo und Vidal kamen mit Valdivia und Gonzalez noch mehr Offensivkräfte. Fast schon mit frühem Erfolg, doch ein vermeintliches Sanchez-Tor nach einem Freistoß wurde zu Recht wegen Abseits aberkannt. Aber die Chilenen drückten jetzt, und das Spiel erinnerte mehr und mehr an die Partie der Eidgenossen gegen Spanien. In Minute 55 wiederum fast der Führungstreffer für Chile nach einem katastrophalen Ballverlust von Grichting, doch Benaglio rettete mit einem Weltklassereflex. Die Partie wurde immer hektischer und zerfahrener, auch weil sich immer mehr Nebenschauplätze auftaten, die Schiedsichter al Ghamdi nicht in den Griff bekam. In der 66. Minute brachte ein Ziegler-Freistoß für einmal Gefahr vor dem Kasten der Chilenen, bevor es wieder in die andere Richtung ging. In der 75. Minute kam das Unvermeidliche: Für einmal funktionierte die Abseitsfalle der Schweiz nicht, Paredes flankte auf Gonzalez, und der nickte zum Führungstreffer ein. In der Folge versuchten die Eidgenossen, die Offensive zu verstärken. Sie bleieb aber harmlos und eröffneten dem Gegner - in der 84. Minute in Gestalt von Paredes - so auch Kontermöglichkeiten. Die Riesenchance zum Ausgleich hatte in der 90. noch Eren Derdiyok. Sein Schussversuch aus 12 Metern war aber mehr als kläglich.
SCHLÜSSELSPIELER
Der eingewechselte Mark Gonzalez brachte mächtig Schwung in den chilenischen Angriff. Der Stürmer von ZSKA Moskau kam über alle Seiten und war so kaum zu verteidigen.
Neben Keeper Dieglo Benaglio, der Schlimmeres verhindern konnte, zeigte vor allem Steve von Bergen, dass er mehr als nur ein Lückenfüller für den verletzten Senderos ist.
SCHLÜSSELSZENE
Die rote Karte gegen Behrami in der 30. Minute machte aus einem sowieso schon zerfahrenen Spiel eine richtig schwache Partie. Die Karte war viel zu hart, denn der fragliche Zweikampf war nichts, was man nicht auch an jedem Wochenende in allen Fußballstadien der Welt zu sehen bekommt.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOP-SPIELER DES SPIELS: Alexis SANCHEZ
Sanchez verkörperte auf der rechten Außenbahn den Inbegriff der chilenischen Offensive: technisch brillant und pfeilschnell konnte er immer wieder an seinen Gegnern vorbeiziehen.
SCHIEDSRICHTER: Khali AL GHAMDI (Saudi-Arabien) - Note: 4
Al Ghamdi hatte keinerlei Augenmaß in Sachen Karten. Auch wenn die meisten Spielentscheidungen richtig waren, war die rote Karte gegen Behrami zu hart, einige gelben Karten mehr als rätselhaft und die Tätlichkeit von Medel - mit dem Maßstab der Behrami-Karte - mit Gelb zu lasch geahndet.
STATISTIK
Im Castrol Ranking steht der Schweizer Keeper Diego Benaglio auf Rang 483. Für die Schweizer Nationalmannschaft ist er aber die unumstrittene Nummer 1. Auch in dieser Partie hielt er wieder glanzvoll und verhinderte den Rückstand schon nach 10 Minuten.
SPIELNOTE: 4
Es war ein ziemlich unansehnlicher Kick, der nach dem Platzverweis vor allem von der Frage lebte: Wie lange können die Eidgenossen dicht halten? Antwort: Bis zur 75. Minute.
FAZIT
Das Motto für die Schweizer vor dem Spiel hieß: Verlieren verboten. Mit dieser Niederlage könnte es, wenn es ganz schlecht läuft, sogar passieren, dass die Hitzfeld-Truppe am Ende mit sechs Punkten nach Hause fährt. Für Chile hingegen könnte es besser nicht laufen.
PERSONAL & TAKTIK
Bei Chile gab der wiedergenesene Humberto Suazo die einzige echte Sturmspitze vor einem massierten, sehr offensiven 5-Mann-Mittelfeld und einer Vierer-Abwehrkette, in der mit Jara ein zweites neues Gesicht spielte. Ottmar Hitzfeld nahm zwei Wechsel vor: Valon Behrami ersetzte Tranquillo Barnetta, Alex Frei den gegen Spanien starken Eren Derdiyok - um frische Kräfte zu bringen, wie Hitzfeld sagte.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTEBei starkem Wind und dürftigen Rasenverhältnissen begann die Partie zerfahren. Es war deutlich, dass die Eidgenossen gegen die offensiv starken Chilenen wieder mit massiver Abwehrarbeit glänzen wollten. Dennoch: In der 10. Minute musste der Schweizer Keeper Benaglio gleich zweimal hintereinander parieren - ein erster Weckruf der Chilenen. Obwohl Chile spielerische Vorteile hatte, konnten sie in den ersten 20 Minuten aber keine weitere Torgefahr heraufbeschwören. Ebenso wenig wie die Schweizer, die offensiv erst einmal gar nicht stattfanden. Die erste Schweizer Chance entstand bezeichnenderweise aus eine schwachen Rückpass von Isla zu seinem Keeper Bravo, doch N'Kufo war ein paar Schritte zu langsam, um abstauben zu können. In der 30. Minute der Schock: Rot für Behrami wegen einer mutmaßlichen Tätlichkeit - eine viel zu harte Entscheidung des kartenfreudigen Schiedsrichters - auch dank der schauspielerischen Leistung von Arturo Vidal. Nun kamen die Chilenen logischerweise zu mehr Chancen, wenn auch nicht zu besseren. Erst in Minute 39 kam Sanchez zum Abschluss, zielte aber genau auf Benaglio. Auch der zweite neue Schweizer musste noch vor der Halbzeit gehen: Aus taktischen Gründen kam Barnetta für Frei.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
In Halbzeit zwei wechselte Chiles Coach Bielsa gleich doppelt: Für Suazo und Vidal kamen mit Valdivia und Gonzalez noch mehr Offensivkräfte. Fast schon mit frühem Erfolg, doch ein vermeintliches Sanchez-Tor nach einem Freistoß wurde zu Recht wegen Abseits aberkannt. Aber die Chilenen drückten jetzt, und das Spiel erinnerte mehr und mehr an die Partie der Eidgenossen gegen Spanien. In Minute 55 wiederum fast der Führungstreffer für Chile nach einem katastrophalen Ballverlust von Grichting, doch Benaglio rettete mit einem Weltklassereflex. Die Partie wurde immer hektischer und zerfahrener, auch weil sich immer mehr Nebenschauplätze auftaten, die Schiedsichter al Ghamdi nicht in den Griff bekam. In der 66. Minute brachte ein Ziegler-Freistoß für einmal Gefahr vor dem Kasten der Chilenen, bevor es wieder in die andere Richtung ging. In der 75. Minute kam das Unvermeidliche: Für einmal funktionierte die Abseitsfalle der Schweiz nicht, Paredes flankte auf Gonzalez, und der nickte zum Führungstreffer ein. In der Folge versuchten die Eidgenossen, die Offensive zu verstärken. Sie bleieb aber harmlos und eröffneten dem Gegner - in der 84. Minute in Gestalt von Paredes - so auch Kontermöglichkeiten. Die Riesenchance zum Ausgleich hatte in der 90. noch Eren Derdiyok. Sein Schussversuch aus 12 Metern war aber mehr als kläglich.
SCHLÜSSELSPIELER
Der eingewechselte Mark Gonzalez brachte mächtig Schwung in den chilenischen Angriff. Der Stürmer von ZSKA Moskau kam über alle Seiten und war so kaum zu verteidigen.
Neben Keeper Dieglo Benaglio, der Schlimmeres verhindern konnte, zeigte vor allem Steve von Bergen, dass er mehr als nur ein Lückenfüller für den verletzten Senderos ist.
SCHLÜSSELSZENE
Die rote Karte gegen Behrami in der 30. Minute machte aus einem sowieso schon zerfahrenen Spiel eine richtig schwache Partie. Die Karte war viel zu hart, denn der fragliche Zweikampf war nichts, was man nicht auch an jedem Wochenende in allen Fußballstadien der Welt zu sehen bekommt.
TURKISH AIRLINES präsentiert den TOP-SPIELER DES SPIELS: Alexis SANCHEZ
Sanchez verkörperte auf der rechten Außenbahn den Inbegriff der chilenischen Offensive: technisch brillant und pfeilschnell konnte er immer wieder an seinen Gegnern vorbeiziehen.
SCHIEDSRICHTER: Khali AL GHAMDI (Saudi-Arabien) - Note: 4
Al Ghamdi hatte keinerlei Augenmaß in Sachen Karten. Auch wenn die meisten Spielentscheidungen richtig waren, war die rote Karte gegen Behrami zu hart, einige gelben Karten mehr als rätselhaft und die Tätlichkeit von Medel - mit dem Maßstab der Behrami-Karte - mit Gelb zu lasch geahndet.
STATISTIKIm Castrol Ranking steht der Schweizer Keeper Diego Benaglio auf Rang 483. Für die Schweizer Nationalmannschaft ist er aber die unumstrittene Nummer 1. Auch in dieser Partie hielt er wieder glanzvoll und verhinderte den Rückstand schon nach 10 Minuten.
SPIELNOTE: 4
Es war ein ziemlich unansehnlicher Kick, der nach dem Platzverweis vor allem von der Frage lebte: Wie lange können die Eidgenossen dicht halten? Antwort: Bis zur 75. Minute.
FAZIT
Das Motto für die Schweizer vor dem Spiel hieß: Verlieren verboten. Mit dieser Niederlage könnte es, wenn es ganz schlecht läuft, sogar passieren, dass die Hitzfeld-Truppe am Ende mit sechs Punkten nach Hause fährt. Für Chile hingegen könnte es besser nicht laufen.
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
|
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Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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|
Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |
