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Abpfiff
Juni 22, 2010 4:00 nachm. CEST
Free State Stadium, Bloemfontein
Schiedsrichter: Oscar Ruiz (Colombia)
Juni 22, 2010 4:00 nachm. CEST
Free State Stadium, Bloemfontein
Schiedsrichter: Oscar Ruiz (Colombia)
Vorschau WM-Gruppe A: Frankreich – Südafrika
Sowohl die „Bafana Bafana“ als auch die „Equipe Tricolore“ sind vor dem letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Zudem müssen die Westeuropäer den schwierigen Beweis antreten, dass sie ein Team sind, was nach den jüngsten Vorfällen schwer genug werden dürfte.
Von Benjamin HOFMANN
Blomfontein. Wenn morgen in Gruppe A die Entscheidung fällt, geht es für Frankreich und Südafrika nicht nur um das Achtelfinale, sondern auch um die Ehre. Die Gastgeber wollen die geringe Chance auf das Achtelfinale nutzen oder sich zumindest anständig verabschieden und die Elf von Raymond Domenech muss nach den blamablen Vorstellungen und den noch peinlicheren Ereignissen der jüngsten Tage seine Reputation zumindest ansatzweise wiederherstellen.
PERSONAL & TAKTIK
Bei der „Equipe Tricolore“ fehlt Jeremy Toulalan aufgrund seiner zweiten gelben Karte, die er gegen Mexiko kassierte. Somit könnte Yoann Gourcuff neben Malouda den zweiten, offensiven Part im Mittelfeld einnehmen. Zudem ist Nicolas Anelka bekanntermaßen nach Hause geflogen. Damit beginnt das Rätselraten um die Sturmspitze – wen bringt Domenech vorne? Dass er sein verkapptes 4-3-3 umstellt, ist relativ unwahrscheinlich, daher dürfte die Entscheidung im Sturm zwischen Andre-Pierre Gignac und Thierry Henry fallen.
Ebenso denkbar wäre, den bislang enttäuschenden Sidney Govou auf die Bank zu setzen und Thierry Henry oder Mathieu Valbuena als wuseligen Dribbler zu bringen. In der Viererkette wird sich wohl nichts ändern, obgleich Bakary Sagna gegen Mexiko einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. So oder so – Frankreich ist im womöglich letzten Spiel unter Raymond Domenech eine absolute Wundertüte.
Als solche entpuppte sich auch WM-Gastgeber Südafrika. Im Auftaktspiel überraschte „Bafana Bafana“ mit herzerfrischendem, schnellen Fußball. Davon war gegen die starken Uruguayer nichts zu sehen und damit steht das Team von Carlos Alberto Parreira ebenso mit dem Rücken zur Wand.
Fünf Wechsel kündigte Parreira im Vergleich zum letzten Spiel an, ohne dabei jedoch konkreter zu werden. Definitiv ersetzt werden muss Torwart Itumeleng Khune nach seiner roten Karte und Mittelfeldmann Kagisho Dikgacoi, der gegen Uruguay zum zweiten Mal gelb sah. Zwischen den Pfosten stehen wird Moeneeb Josephs, für den nach dem Khune-Platzverweis zuletzt Steven Pienaar geopfert wurde. Für Dikgacoi sind mehrere Varianten möglich, am wahrscheinlichsten ist Thanduyise Khuboni in der Startelf. Wer die anderen drei Neuen sein werden, kann bislang nur gemutmaßt werden.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Beide sind auf Schützenhilfe angewiesen. Trennen sich Uruguay und Mexiko zeitgleich Remis, so darf Frankreich die Heimreise antreten und die Gastgeber ebenfalls die WM genießen – als Zuschauer, nicht mehr als Teilnehmer. Am Ende könnte das Torverhältnis entscheiden und da sieht es für Südafrika noch düsterer aus als für die Franzosen.
DER DIREKTE VERGLEICH
Spricht für die Europäer. Bei der WM 1998 im eigenen Land siegte Frankreich ungefährdet 3:0. In einem Freundschaftsspiel im Jahre 2000 gab es ein torloses Unentschieden.

DIE SCHLÜSSELSPIELER
Mit Steven Pienaar steht und fällt das Spiel der „Bafana Bafana“. Deshalb war es auch für viele unverständlich, dass Trainer Carlos Alberto Parreira ihn bei einem Rückstand gegen Uruguay opferte. Vorne muss Katlego Mphela endlich das Tor treffen, denn hinten fehlt der bislang durchaus gefällige Khune. In der Viererkette muss Aaron Mokoena endlich seine Premier League-Erfahrung besser einbringen.
Frankreich hat, wenn man sich die letzten Tage betrachtet, deren 22. Denn aus dem Lager der Equipe kommt alles rüber, nur kein Mannschaftsgeist. Diesen müssen die Franzosen entwickeln, denn sonst droht nach dem ohnehin schon armseligen Bild, das die Grande Nation bei dieser WM bislang abgab, auch noch eine finale Blamage sozusagen als Krönung.
DAS DUELL DES SPIELS
Steven Pienaar vs. Abou Diaby. Diaby ist einer der wenigen Franzosen, die bislang in Südafrika angekommen sind. Zumindest im Auftaktspiel bot er eine passable Leistung. Nun geht es für ihn darum, Steven Pienaar aus dem Spiel zu nehmen und Gourcuff zu füttern. Auf der Gegenseite will der Ex-Dortmunder das letzte Fünkchen Hoffnung für die Gastgeber erhalten, doch noch ins Achtelfinale einzuziehen.
AUFGESPIESST
Jean Pierre-Papin (einstiger Nationalstürmer Frankreichs): „Das Team muss jetzt etwas tun, sonst ist ein Punkt erreicht ohne Wiederkehr. Es hat uns zum Gespött der ganzen Welt gemacht, beschmutzt die Ehre des ganzen Landes. Als wir das Nationaltrikot noch trugen, da haben wir es mit Stolz getragen. Dieser Stolz ist nun offenbar verloren gegangen.“
Carlos Alberto Parreira (Nationaltrainer Südafrika): „Was da bei den Franzosen passiert ist, wird das Spiel nicht beeinflussen. Wenn die Spieler den Platz betreten, wissen sie: Wir müssen gewinnen. Und sie werden alles dafür tun.“
PROGNOSE
Beide müssen gewinnen, zudem kämpfen beide um ihre Ehre. Dieses Ehrgefühl ist bei den Südafrikanern aktuell augenscheinlich ein ganzes Stück größer als bei den Franzosen – darum siegen die „Bafana Bafana“ am Ende mit 2:1. Zum Weiterkommen wird es dennoch nicht reichen.
Eure Meinung: Wie trennen sich Frankreich und Südafrika?
PERSONAL & TAKTIK
Bei der „Equipe Tricolore“ fehlt Jeremy Toulalan aufgrund seiner zweiten gelben Karte, die er gegen Mexiko kassierte. Somit könnte Yoann Gourcuff neben Malouda den zweiten, offensiven Part im Mittelfeld einnehmen. Zudem ist Nicolas Anelka bekanntermaßen nach Hause geflogen. Damit beginnt das Rätselraten um die Sturmspitze – wen bringt Domenech vorne? Dass er sein verkapptes 4-3-3 umstellt, ist relativ unwahrscheinlich, daher dürfte die Entscheidung im Sturm zwischen Andre-Pierre Gignac und Thierry Henry fallen.
Ebenso denkbar wäre, den bislang enttäuschenden Sidney Govou auf die Bank zu setzen und Thierry Henry oder Mathieu Valbuena als wuseligen Dribbler zu bringen. In der Viererkette wird sich wohl nichts ändern, obgleich Bakary Sagna gegen Mexiko einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. So oder so – Frankreich ist im womöglich letzten Spiel unter Raymond Domenech eine absolute Wundertüte.
Als solche entpuppte sich auch WM-Gastgeber Südafrika. Im Auftaktspiel überraschte „Bafana Bafana“ mit herzerfrischendem, schnellen Fußball. Davon war gegen die starken Uruguayer nichts zu sehen und damit steht das Team von Carlos Alberto Parreira ebenso mit dem Rücken zur Wand.
Fünf Wechsel kündigte Parreira im Vergleich zum letzten Spiel an, ohne dabei jedoch konkreter zu werden. Definitiv ersetzt werden muss Torwart Itumeleng Khune nach seiner roten Karte und Mittelfeldmann Kagisho Dikgacoi, der gegen Uruguay zum zweiten Mal gelb sah. Zwischen den Pfosten stehen wird Moeneeb Josephs, für den nach dem Khune-Platzverweis zuletzt Steven Pienaar geopfert wurde. Für Dikgacoi sind mehrere Varianten möglich, am wahrscheinlichsten ist Thanduyise Khuboni in der Startelf. Wer die anderen drei Neuen sein werden, kann bislang nur gemutmaßt werden.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Beide sind auf Schützenhilfe angewiesen. Trennen sich Uruguay und Mexiko zeitgleich Remis, so darf Frankreich die Heimreise antreten und die Gastgeber ebenfalls die WM genießen – als Zuschauer, nicht mehr als Teilnehmer. Am Ende könnte das Torverhältnis entscheiden und da sieht es für Südafrika noch düsterer aus als für die Franzosen.
DER DIREKTE VERGLEICH
Spricht für die Europäer. Bei der WM 1998 im eigenen Land siegte Frankreich ungefährdet 3:0. In einem Freundschaftsspiel im Jahre 2000 gab es ein torloses Unentschieden.

DIE SCHLÜSSELSPIELER
Mit Steven Pienaar steht und fällt das Spiel der „Bafana Bafana“. Deshalb war es auch für viele unverständlich, dass Trainer Carlos Alberto Parreira ihn bei einem Rückstand gegen Uruguay opferte. Vorne muss Katlego Mphela endlich das Tor treffen, denn hinten fehlt der bislang durchaus gefällige Khune. In der Viererkette muss Aaron Mokoena endlich seine Premier League-Erfahrung besser einbringen.
Frankreich hat, wenn man sich die letzten Tage betrachtet, deren 22. Denn aus dem Lager der Equipe kommt alles rüber, nur kein Mannschaftsgeist. Diesen müssen die Franzosen entwickeln, denn sonst droht nach dem ohnehin schon armseligen Bild, das die Grande Nation bei dieser WM bislang abgab, auch noch eine finale Blamage sozusagen als Krönung.
DAS DUELL DES SPIELS
Steven Pienaar vs. Abou Diaby. Diaby ist einer der wenigen Franzosen, die bislang in Südafrika angekommen sind. Zumindest im Auftaktspiel bot er eine passable Leistung. Nun geht es für ihn darum, Steven Pienaar aus dem Spiel zu nehmen und Gourcuff zu füttern. Auf der Gegenseite will der Ex-Dortmunder das letzte Fünkchen Hoffnung für die Gastgeber erhalten, doch noch ins Achtelfinale einzuziehen.
AUFGESPIESST
Jean Pierre-Papin (einstiger Nationalstürmer Frankreichs): „Das Team muss jetzt etwas tun, sonst ist ein Punkt erreicht ohne Wiederkehr. Es hat uns zum Gespött der ganzen Welt gemacht, beschmutzt die Ehre des ganzen Landes. Als wir das Nationaltrikot noch trugen, da haben wir es mit Stolz getragen. Dieser Stolz ist nun offenbar verloren gegangen.“
Carlos Alberto Parreira (Nationaltrainer Südafrika): „Was da bei den Franzosen passiert ist, wird das Spiel nicht beeinflussen. Wenn die Spieler den Platz betreten, wissen sie: Wir müssen gewinnen. Und sie werden alles dafür tun.“
PROGNOSE
Beide müssen gewinnen, zudem kämpfen beide um ihre Ehre. Dieses Ehrgefühl ist bei den Südafrikanern aktuell augenscheinlich ein ganzes Stück größer als bei den Franzosen – darum siegen die „Bafana Bafana“ am Ende mit 2:1. Zum Weiterkommen wird es dennoch nicht reichen.
Eure Meinung: Wie trennen sich Frankreich und Südafrika?
Das Goal.com-Datenblatt
Leser-Tipps
Top 3 Tipps
-
Frankreich 2-1 Südafrika
- 100 %
| Weltmeisterschaft (WM10) | 22.06.2010 | Frankreich 1 - Südafrika 2 |
|
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||
| 31.05.2012 | Frankreich 2 - Serbien 0 | INT |
| 27.05.2012 | Frankreich 3 - Island 2 | INT |
| 29.02.2012 | Deutschland 1 - Frankreich 2 | INT |
| 15.11.2011 | Frankreich 0 - Belgien 0 | INT |
| 11.11.2011 | Frankreich 1 - USA 0 | INT |
|
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| 29.02.2012 | Südafrika 0 - Senegal 0 | INT |
| 17.11.2010 | Südafrika 0 - USA 1 | INT |
| 22.06.2010 | Frankreich 1 - Südafrika 2 | WM10 |
| 16.06.2010 | Südafrika 0 - Uruguay 3 | WM10 |
| 11.06.2010 | Südafrika 1 - Mexiko 1 | WM10 |
| 1 | Hugo Lloris | Tor |
| 22 | Gael Clichy | Abwehr |
| - | William Gallas | |
| - | Sébastien Squillaci | |
| - | Bakari Sagna | |
| 7 | Franck Ribéry | Mittelfeld |
| 18 | Alou Diarra | Mittelfeld |
| - | Yoann Gourcuff | |
| - | Abou Diaby | |
| - | Andre-Pierre Gignac | |
| - | Djibril Cissé | |
| 16 | Steve Mandanda | Tor |
| 3 | Patrice Evra | Abwehr |
| 13 | Anthony Réveillère | Abwehr |
| - | Éric Abidal | |
| - | Marc Planus | |
| 8 | Mathieu Valbuena | Mittelfeld |
| - | Jérémy Toulalan | |
| 15 | Florent Malouda | Mittelfeld |
| - | Thierry Henry | |
| - | Sidney Govou |
| - | Moeneeb Josephs | |
| 3 | Tsepo Masilela | Abwehr |
| 20 | Bongani Khumalo | Abwehr |
| - | Aaron Mokoena | |
| 5 | Anele Ngcongca | Abwehr |
| - | Siphiwe Tshabalala | |
| 23 | Thanduyise Khuboni | Mittelfeld |
| - | Macbeth | |
| 10 | Steven Pienaar | Mittelfeld |
| - | Bernard Parker | |
| 9 | Katlego Mphela | Angriff |
| - | Shu-Aib Walters | |
| 16 | Itumeleng Khune | Tor |
| - | Siyabonga Sangweni | |
| - | Lucas Thwala | |
| - | Matthew Booth | |
| 13 | Kagisho Dikgacoi | Mittelfeld |
| - | Lance Davids | |
| - | Surprise Moriri | |
| - | Reneilwe Letsholonyane | |
| 2 | Siboniso Gaxa | Abwehr |
| - | Syabonga Nomvethe | |
| 11 | Teko | Mittelfeld |
Alle Infos zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
|
|
Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
|
|
David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
|
|
Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
|
|
Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |