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Juni 17, 2010 8:30 nachm. CEST
Peter Mokaba Stadium, Polokwane
Schiedsrichter: Khalil Al Ghmadi (Saudi Arabia)
FRANKREICH gegen Mexiko in Noten
Wars das schon? Nach der Pleite in Polokwane liegt die Grande Nation in Trümmern. Hier die Bewertungen für die französischen Kicker.
Von Benjamin HOFMANN
Chancenlos beim Gegentreffer machte der junge Torwart eine solide Partie. Passte beim schlechten Rückpass von Evra (5.) gut auf und hielt auch ansonsten alles, was zu halten war.
Nach vorne sehr bemüht, im defensiven Zweikampf mit einigen Schwächen. So ließ er dos Santos nach einem Zweikampf zum Schuss kommen, vor dem Strafstoß wirkte er gegen Barrera völlig unmotiviert.
Mit Schwächen im Stellungsspiel. Vor dem 1:0 ging er zu spät raus. Auch wenn es wohl abseits war. Wäre er vom Timing her mit den anderen gleich gewesen, hätte der Assistent es wohl leichter erkennen können. Dann noch zu spät beim Elfmeter – ein rabenschwarzer Tag für den Mann aus Barcelona.
Noch der beste in der französischen Viererkette. Bügelte manchen Schnitzer seiner Nebenmänner aus. Vorne ging er bei Standards mit, kam jedoch nie zum Abschluss.
Wacht heute schweiß gebadet auf und denkt an Salcido. Der kleine Mexikaner hat auf links gewirbelt, was das Zeug hielt. Vor allem in der ersten Hälfte ging er immer wieder mit Tempo auf Sagna, der ihn nie im Griff hatte.
Wie die meisten Franzosen mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. In den ersten 45 Minuten schlug er viele Flanken, doch in Hälfte zwei tauchte er unter.
Präsentierte sich vor der Abwehr bei Kontern gedankenschnell. So zog er das wichtige Foul kurz vor der Halbzeit beim Tempogegenstoß der Mexikaner. Doch aus der Defensive konnte er das Spiel nicht lenken. Fehlt wegen Gelbsperre gegen Südafrika.
Bemüht, aber glücklos. In der Zentrale wirkte der kleine Münchner allein auf weiter Flur. Wich oft auf die Aussenbahn aus. Brachte nur wenige seiner gefährlichen Dribblings. Er ist und bleibt kein Leader.
Bedeutend schwächer als gegen Uruguay. In der Abwehr brachten er und Toulalan dos Santos nie richtig unter Kontrolle. Vorne mit einigen Ansätzen, meist ideenlos.
Absolut blass. Der kleine Lyoner agierte unauffällig. Bezeichnend, dass auf seiner Seite Salcido dermaßen viele Freiheiten hatte. Band den linken Verteidiger so gut wie gar nicht in der Defensive.
Wer? Ach ja, Anelka war auch dabei. Selbst während der ordentlichen ersten Hälfte der Equipe fiel er überhaupt nicht auf. Zurecht ausgewechselt.
Kam für Sidney Govou. Ohne nennenswerte Aktionen und nicht mehr zu bewerten.
Kam für Nicolas Anelka. Ein bisschen aktiver als ein Vorgänger – doch wirklich Torgefahr entwickelte er nicht.
Der kleine Schlussmann wurde selten geprüft. Wenn doch mal was auf seinen Kasten kam, war er zur Stelle.
Sahnevorstellung des Eindhoven-Routiniers! Defensiv nicht zu überwinden, schaltete er sich permanent mit ins Angriffsspiel ein. Der 75-malige Internationale war einer der Stärksten seiner Farben.
In den Luftduellen schier unbezwingbar. Sowohl Anelka als auch Gignac bissen sich am Zentralverteidiger vom PSV Eindhoven regelmäßig die Zähne aus.
Der Alkmaar-Mann wusste vornehmlich durch eine äußerst kluge Spieleröffnung zu gefallen. Auch in den Zweikämpfen agierte er kompromisslos und geschickt.
Der Mann, der den VfB Stuttgart verlässt, präsentierte sich defensiv stark. Offensiv konnte er jedoch nicht viel Akzente setzen.
Rafa Marquez stellte ihn in den Schatten, doch Torrado überzeugte einmal mehr durch eine kampfstarke Vorstellung. Der Abräumer hielt seinen Vorderleuten vorbildlich den Rücken frei.
Der Torschütze aus dem ersten Spiel bereitete dieses Mal das 1:0 durch Javier Hernandez mit einem Traumpass vor. In der Defensive ackerte er unermüdlich, offensiv begeisterte er mit Zuckerpässen! Eine ganz starke Vorstellung.
Auch der Jungstar bot wieder eine solide Leistung, half in der Abwehr aus und setzte auch nach vorne Akzente. Er hat das Zeug zu einem Star. Potential ist da, der Schritt nach Europa nur eine Frage der Zeit.
Spielte stark, bis ihn eine Verletzung stoppte. Der Arsenal-Spieler hatte bereits nach acht Minuten eine Topchance, entschied sich aber zum Abschluß anstatt quer zu legen. Da war mehr drin.
Wirkte wie ein Fremdkörper im Spiel der Azteken. Seine bullige Spielweise sorgt zwar für viel körperliche Präsenz, insgesamt passt der eingewechselte Javier Hernandez aber besser in das System.
Nicht so dominant wie in der ersten Partie, doch der Mann aus der Barca-Akademia La Masia überzeugte auch heute. Mit seinen Dribblings stellte er die Franzosen vor große Probleme. Bei seinen Freistößen verfehlte er das Ziel aber deutlich.
Nicht so stark wie Carlos Vela, insgesamt aber ebenfalls eine gute Leistung. Brachte viel Schwung und hatte kurz nach seiner Einwechslung gleich eine gute Chance auf dem Fuß.
Kam rein und machte das Tor. Ein besserer Joker kann man nicht sein. Beim Treffer zeigte er, warum ihn Manchester United holte.
| Wettbewerb | |
| Position | |
| Ranking |
| Spielername | Position | Team | Note |
|---|---|---|---|
| 1. Maarten Stekelenburg | Tor | Niederlande | 3.00 |
| 2. Katlego Mphela | Angriff | Südafrika | 2.83 |
| 3. Siboniso Gaxa | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 4. Bongani Khumalo | Abwehr | Südafrika | 2.33 |
| 5. Steven Pienaar | Mittelfeld | Südafrika | 2.33 |
| 6. Tsepo Masilela | Abwehr | Südafrika | 2.17 |
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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|
Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
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|
David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
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|
Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
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|
Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |

