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Abpfiff
Juni 11, 2010 8:30 nachm. CEST
Cape Town Stadium, Cape Town
Schiedsrichter: Nishimura Yuichi (Japan)
Juni 11, 2010 8:30 nachm. CEST
Cape Town Stadium, Cape Town
Schiedsrichter: Nishimura Yuichi (Japan)
Abou Diaby
Frankreich
Frankreich
Abou Diaby
Frankreich
Frankreich
Nicolás Lodeiro
Uruguay
Uruguay
Nicolás Lodeiro
Uruguay
Uruguay
Spielbericht WM 2010 Gruppe A: Uruguay – Frankreich
In Kapstadt trennten sich die „Equipe Tricolore“ und Uruguay insgesamt gerechterweise torlos Remis. Unrühmlicher Höhepunkt war dabei der Platzverweis für Nicolas Lodeiro.
Von Benjamin HOFMANN
Frankreich, Uruguay, Diego Lugano, Bakari Sagna, Raymond Domenech, Ignacio González, Florent Malouda, Éric Abidal, Diego Forlan Corazo, Thierry Henry, Oscar Tabárez, Yoann Gourcuff, Jérémy Toulalan, Néstor Muslera Micol, Patrice Evra, Nicolás Lodeiro, Franck Ribéry, Abou Diaby, Diego Godín Leal, Hugo Lloris, Nicolas Anelka, Alvaro Fernandez, Sidney Govou, Luis Suárez, William Gallas, Südafrika - Uruguay, Uruguay - Frankreich, Frankreich - Mexiko
Kapstadt. Frankreich beginnt das Turnier, wie man es kennt: schleppend. Gegen aufopferungsvoll kämpfende Uruguayer mit einem lauffreudigen Diego Forlan kam man nicht über ein 0:0 hinaus. Thierry Henry sorgte zumindest in der Schlussphase für Schwung.
PERSONAL & TAKTIK
Vorne setzte Uruguays Trainer Oscar Tabarez erwartungsgemäß auf die beiden Topstürmer Luis Suarez und Diego Forlan, die im Mittelfeld von einer „flachen Vier“ um Ideengeber Ignacio Gonzalez eingesetzt werden sollten. Im Tor machte Nestor Fernando Muslera, der in vier Tagen seinen 24. Geburtstag feiern darf und bei Lazio Rom in der Serie A sein täglich Brot verdient, sein erst siebtes Länderspiel. Davor eine Viererkette mit den beiden „Diegos“, Kapitän und Abwehrchef Lugano und Godin, im Zentrum.
Die „Equipe Tricolore“ nicht mit dem aus der Vorbereitung gewohnten 4-3-3, sondern mit Raymond Domenechs favorisiertem 4-2-3-1. Statt der offensiven Variante mit Florent Malouda und davor Ribery auf links, setzte der umstrittene Coach der „Les Bleus“ auf eine Doppelsechs mit Toulalan und Diaby, der für den Chelsea-Star im Vergleich zu den Testspielen beginnen durfte.
Vorne Nicolas Anelka mit seinen Zuarbeitern Ribery, Govou und etwas hängender Yoan Gourcuff zentral. Die Viererkette wie gewohnt mit Kapitän Patrice Evra auf links. Im Zentrum Eric Abidal und William Gallas, rechts dessen Noch-Teamkollege von Arsenal, Bakari Sagna.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Frankreich wirkte in der Spielanlage zunächst reifer, während die Südamerikaner eher auf Konter setzten. Dementsprechend auch die erste Chance für den Vize-Weltmeister. Ribery hatte sich in der siebten Minute auf links mit etwas Glück gegen Victorino durchgesetzt, doch Sidney Govou brachte seinen Körper nicht mehr richtig hinter die flache Hereingabe und verzog.
Die Antwort der Tabarez-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Forlan wurde in der 16. Minute klasse vom umtriebigen Gonzalez eingesetzt, doch scheiterte von der Strafraumgrenze an Lloris. Im Anschluß verflachte die Partie zusehends, beide Mannschaften neutralisierten sich im Regelfall zwischen den Strafräumen mit leichten Feldvorteilen für die Franzosen. Symptomatisch: Franck Riberys Flanke ins Nichts in der 27. Spielminute. Entsprechend ging es mit einem enttäuschenden 0:0 in die Kabinen.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Trotz der schwachen ersten Hälfte verzichteten beide Trainer auf Auswechslungen. Erst in der 56. Spielminute wieder ein Mini-Hauch von Torgefahr, doch der 35-Meter-Schuss von Jeremy Toulalan landete sicher in den Armen von Muslera. Auf der Gegenseite, wo mittlerweile Nicolas Lodeiro für Ignacio Gonzalez gekommen war, sorgte wenn überhaupt Diego Forlan für Gefahr sorgen. Seinen Freistoß in der 63. konnte Hugo Lloris, dem Valerien Ismael vor der Partie noch Probleme mit dem WM-Ball Jabulani nachgesagt hatte, trotz Aufsetzers festhalten.
Dann endlich einmal Aufregung auf dem Feld – doch leider nicht ob technischer Finessen, sondern wegen eines harten Einsteigens von Toulalan, das mit Gelb bestraft wurde. Immerhin zeigte die Rudelbildung im Anschluss, dass beide Mannschaften in dieser zunehmend verflachenden Partie doch mit Emotionen aufs Feld gekommen waren.
Die vielleicht beste Gelegenheit der Partie beanspruchten die Südamerikaner für sich, doch Diego Forlan verzog aus gut zehn Metern, nachdem Sturmpartner Suarez einen Einwurf von Alvaro Pereira schön verlängert hatte (73.).
In der Schlussphase noch zwei Aufreger: Zunächst musste Schiedsrichter Nishimura nach grobem Einsteigen gegen Lodeiro die Rote Karte ziehen. Und in der 84. hatten die französischen Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Kopfball des eingewechselten Thierry Henry ging knapp am Kasten der Urus vorbei – wäre ohnehin Abseits gewesen. In Überzahl warfen die Franzosen noch einmal alles nach vorne, doch auch ein Freistoß aus aussichtsreicher Position von Henry brachte nichts.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei einem torlosen Remis sind es im Regelfall Torhüter und Defensivspieler, die die Begegnung prägen. So war es auch heute. Bei den Franzosen hielt Hugo Lloris seinen Kasten sauber, davor stand die Innenverteidigung mit William Gallas und Eric Abidal tadellos.
Auf der Gegenseite könnte man das Gleiche schreiben. In der hektischen Schlussphase war Diego Lugano und insbesondere Torwart Nestor Fernando Muslera Turm in der Schlacht.
SCHLÜSSELSZENE
Die berechtigte Rote Karte in der 81. Minute. Sie war der Start einer französischen Schlussoffensive, die leider viel zu spät kam. Vor allem Nicolas Anelka enttäuschte im Sturm der Equipe, Ersatzmann Thierry Henry sorgte in den letzten Minuten in Überzahl für Schwung.
SPIELER DES SPIELS: Nestor Fernando Muslera
Der junge Rückhalt der Urus hat heute gezeigt, warum er in einem Klub der Serie A in Italien, einem Land das traditionell über starke Torhüter verfügt, die Nummer eins ist. Trotz seiner Jugend strahlte er Ruhe aus, parierte gut gegen den Fernschuss von Toulalan und war auch bei Flankenbällen sicher.
SCHIEDSRICHTER: Yuichi Nishimura (Japan) – Note: 10
Zog früh, aber regelgerecht Gelb gegen Patrice Evra und Franck Ribery wegen taktischer Fouls. Die Rote Karte gegen Nicolas Lodeiro in der 81. Minute nach übermotiviertem Einsatz gegen Sagna ging absolut in Ordnung – eine starke Leistung.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 3,5
Ein sehr müder Kick an einem lauen Winterabend in Kapstadt. Nach einer ordentlichen Anfangsphase verflachte das Spiel zusehends und bot erst am Ende wieder etwas Aufregung.
STATISTIK
Yoan Gourcuff wird in Frankreich als potenzieller Nachfolger von Zinedine Zidane gehandelt. Auch wenn er sich gegen Uruguay mühte, dorthin ist es für ihn noch ein weiter weg. Einzig seine Standards, wie zum Beispiel sein Freistoß in der 22. Minute, waren wieder herausragend. Doch zuletzt plagte sich der 23-Jährige oft mit Verletzungen. Sicher ein Grund dafür, warum er in den Castrol Rankings von der 49 auf die 93 abgerutscht ist.
FAZIT
Uruguay kann mit dem Punkt sehr zufrieden sein. Hinten gut gestanden und vorne immer wieder Nadelstiche gesetzt. Gegen Südafrika muss aber mehr Eigeninitiative kommen. Das selbe gilt für die Domenech-Mannen. Zu unkreativ präsentierten sie sich insgesamt. Zu spät kam die Schlussoffensive.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum torlosen Remis zwischen Frankreich und Uruguay?
PERSONAL & TAKTIK
Vorne setzte Uruguays Trainer Oscar Tabarez erwartungsgemäß auf die beiden Topstürmer Luis Suarez und Diego Forlan, die im Mittelfeld von einer „flachen Vier“ um Ideengeber Ignacio Gonzalez eingesetzt werden sollten. Im Tor machte Nestor Fernando Muslera, der in vier Tagen seinen 24. Geburtstag feiern darf und bei Lazio Rom in der Serie A sein täglich Brot verdient, sein erst siebtes Länderspiel. Davor eine Viererkette mit den beiden „Diegos“, Kapitän und Abwehrchef Lugano und Godin, im Zentrum.
Die „Equipe Tricolore“ nicht mit dem aus der Vorbereitung gewohnten 4-3-3, sondern mit Raymond Domenechs favorisiertem 4-2-3-1. Statt der offensiven Variante mit Florent Malouda und davor Ribery auf links, setzte der umstrittene Coach der „Les Bleus“ auf eine Doppelsechs mit Toulalan und Diaby, der für den Chelsea-Star im Vergleich zu den Testspielen beginnen durfte.
Vorne Nicolas Anelka mit seinen Zuarbeitern Ribery, Govou und etwas hängender Yoan Gourcuff zentral. Die Viererkette wie gewohnt mit Kapitän Patrice Evra auf links. Im Zentrum Eric Abidal und William Gallas, rechts dessen Noch-Teamkollege von Arsenal, Bakari Sagna.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Frankreich wirkte in der Spielanlage zunächst reifer, während die Südamerikaner eher auf Konter setzten. Dementsprechend auch die erste Chance für den Vize-Weltmeister. Ribery hatte sich in der siebten Minute auf links mit etwas Glück gegen Victorino durchgesetzt, doch Sidney Govou brachte seinen Körper nicht mehr richtig hinter die flache Hereingabe und verzog.
Die Antwort der Tabarez-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Forlan wurde in der 16. Minute klasse vom umtriebigen Gonzalez eingesetzt, doch scheiterte von der Strafraumgrenze an Lloris. Im Anschluß verflachte die Partie zusehends, beide Mannschaften neutralisierten sich im Regelfall zwischen den Strafräumen mit leichten Feldvorteilen für die Franzosen. Symptomatisch: Franck Riberys Flanke ins Nichts in der 27. Spielminute. Entsprechend ging es mit einem enttäuschenden 0:0 in die Kabinen.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Trotz der schwachen ersten Hälfte verzichteten beide Trainer auf Auswechslungen. Erst in der 56. Spielminute wieder ein Mini-Hauch von Torgefahr, doch der 35-Meter-Schuss von Jeremy Toulalan landete sicher in den Armen von Muslera. Auf der Gegenseite, wo mittlerweile Nicolas Lodeiro für Ignacio Gonzalez gekommen war, sorgte wenn überhaupt Diego Forlan für Gefahr sorgen. Seinen Freistoß in der 63. konnte Hugo Lloris, dem Valerien Ismael vor der Partie noch Probleme mit dem WM-Ball Jabulani nachgesagt hatte, trotz Aufsetzers festhalten.
Dann endlich einmal Aufregung auf dem Feld – doch leider nicht ob technischer Finessen, sondern wegen eines harten Einsteigens von Toulalan, das mit Gelb bestraft wurde. Immerhin zeigte die Rudelbildung im Anschluss, dass beide Mannschaften in dieser zunehmend verflachenden Partie doch mit Emotionen aufs Feld gekommen waren.
Die vielleicht beste Gelegenheit der Partie beanspruchten die Südamerikaner für sich, doch Diego Forlan verzog aus gut zehn Metern, nachdem Sturmpartner Suarez einen Einwurf von Alvaro Pereira schön verlängert hatte (73.).
In der Schlussphase noch zwei Aufreger: Zunächst musste Schiedsrichter Nishimura nach grobem Einsteigen gegen Lodeiro die Rote Karte ziehen. Und in der 84. hatten die französischen Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Kopfball des eingewechselten Thierry Henry ging knapp am Kasten der Urus vorbei – wäre ohnehin Abseits gewesen. In Überzahl warfen die Franzosen noch einmal alles nach vorne, doch auch ein Freistoß aus aussichtsreicher Position von Henry brachte nichts.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei einem torlosen Remis sind es im Regelfall Torhüter und Defensivspieler, die die Begegnung prägen. So war es auch heute. Bei den Franzosen hielt Hugo Lloris seinen Kasten sauber, davor stand die Innenverteidigung mit William Gallas und Eric Abidal tadellos.
Auf der Gegenseite könnte man das Gleiche schreiben. In der hektischen Schlussphase war Diego Lugano und insbesondere Torwart Nestor Fernando Muslera Turm in der Schlacht.
SCHLÜSSELSZENE
Die berechtigte Rote Karte in der 81. Minute. Sie war der Start einer französischen Schlussoffensive, die leider viel zu spät kam. Vor allem Nicolas Anelka enttäuschte im Sturm der Equipe, Ersatzmann Thierry Henry sorgte in den letzten Minuten in Überzahl für Schwung.
SPIELER DES SPIELS: Nestor Fernando Muslera
Der junge Rückhalt der Urus hat heute gezeigt, warum er in einem Klub der Serie A in Italien, einem Land das traditionell über starke Torhüter verfügt, die Nummer eins ist. Trotz seiner Jugend strahlte er Ruhe aus, parierte gut gegen den Fernschuss von Toulalan und war auch bei Flankenbällen sicher.
SCHIEDSRICHTER: Yuichi Nishimura (Japan) – Note: 10
Zog früh, aber regelgerecht Gelb gegen Patrice Evra und Franck Ribery wegen taktischer Fouls. Die Rote Karte gegen Nicolas Lodeiro in der 81. Minute nach übermotiviertem Einsatz gegen Sagna ging absolut in Ordnung – eine starke Leistung.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 3,5
Ein sehr müder Kick an einem lauen Winterabend in Kapstadt. Nach einer ordentlichen Anfangsphase verflachte das Spiel zusehends und bot erst am Ende wieder etwas Aufregung.
STATISTIK
Yoan Gourcuff wird in Frankreich als potenzieller Nachfolger von Zinedine Zidane gehandelt. Auch wenn er sich gegen Uruguay mühte, dorthin ist es für ihn noch ein weiter weg. Einzig seine Standards, wie zum Beispiel sein Freistoß in der 22. Minute, waren wieder herausragend. Doch zuletzt plagte sich der 23-Jährige oft mit Verletzungen. Sicher ein Grund dafür, warum er in den Castrol Rankings von der 49 auf die 93 abgerutscht ist.
FAZIT
Uruguay kann mit dem Punkt sehr zufrieden sein. Hinten gut gestanden und vorne immer wieder Nadelstiche gesetzt. Gegen Südafrika muss aber mehr Eigeninitiative kommen. Das selbe gilt für die Domenech-Mannen. Zu unkreativ präsentierten sie sich insgesamt. Zu spät kam die Schlussoffensive.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum torlosen Remis zwischen Frankreich und Uruguay?
Ersatzbank & Wechsel
1
12
19
4
2
15
11
7
13
8
23
Ersatzbank & Wechsel
30
16
13
22
27
18
28
4
9
14
15
-
Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
News zum Spiel
Top-Torjäger
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
|
|
Diego Forlan Corazo
Angriff Uruguay |
5 | 1 |
|
|
David Villa
Angriff Spanien |
5 | 0 |
|
|
Wesley Sneijder
Mittelfeld Niederlande |
5 | 0 |
|
|
Thomas Müller
Angriff Deutschland |
5 | 0 |
|
|
Robert Vittek
Angriff Slowakei |
4 | 1 |
