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Abpfiff
September 17, 2013 8:45 nachm. CEST
Stadio Georgios Karaiskáki — Pireás (Piraeus)
Schiedsrichter:‬ F. Brych‎
Zuschauer:‬ 31253‎
 
 
Thiago Motta 68′
 
Thiago Motta 73′
 
Marquinhos 86′

Juventus, Paris St. Germain und Manchester City vor Champions-League-Start

Ein aussortierter deutscher Stürmer, schwache Leistungen bei teuren Ticketpreisen, rebellierende Fans: Das sind nur einige der besten Geschichten rund um die Champions League.

Von Malte Asmus

Ligue 1 : Zlatan Ibrahimovic (Paris SG vs EA Guingamp)
Panoramic

Piräus.  Paris Saint-Germain will mit einem Sieg gegen Olympiakos starten, während Benfica den RSC Anderlecht empfängt. Man City muss zu Viktoria Pilsen reisen und Juventus gastiert beim FC Kopenhagen, Zudem trifft Real Sociedad auf Shaktar Donezk.

 

Gruppe A: Real Sociedad - Shaktar Donezk

Nach zehnjähriger Abstinenz feiert Real Sociedad San Sebastian das Comeback in der Champions League. Zehn Jahre, in denen die Spanier einiges hatten durchmachen müssen: 2007 stieg der Klub aus der Primera Division ab, musste 2008 sogar Insolvenz anmelden. Seit dem Wiederaufstieg 2010 geht es nun wieder schrittweise nach oben. In der abgelaufenen Saison erreichte Sociedad Platz vier in der Liga und konnte sich dann durch zwei Siege in den Playoffs gegen Olympique Lyon für die Gruppenphase qualifizieren.

Am Wochenende holte der derzeitige Tabellenachte Spaniens ein 0:0 gegen Levante, mit dem Coach Jagoba Arrasate nicht zufrieden war. "Wir haben nicht gut gespielt", kritisierte er. "Wir hatten uns mehr vorgestellt." Gegen den ukrainischen Serienmeister Shakhtar muss für den Außenseiter der Gruppe A eine gewaltige Leistungssteigerung her. Shaktar ist bereits zum neunten Mal für die Gruppenphase qualifiziert, gewann fünf der letzten sechs Auftaktmatches und verfügt trotz der schmerzenden Abgänge von Fernandinho (Manchester City) und Henrikh Mkhitaryan (Borussia Dortmund) sicher über den stärkeren Kader.

Gleich elf Brasilianer stehen im Aufgebot von Mircea Lucescu, der auf Darijo Srna als Leitwolf und Kapitän baut. Einer dieser Brasilianer ist Mittelstürmer Eduardo, der derzeit aber über eine Rolle als Ergänzungsspieler nicht hinauskommt. Für ihn kommt es zum Wiedersehen mit seinem teaminternen Rivalen aus gemeinsamen Arsenal-Zeiten Carlos Vela. Der Mexikaner ist derzeit deutlich formstärker, sorgte sowohl in der heimischen Liga als auch in der Champions League-Qualifikation für jeweils zwei eigene Treffer und einen Assist.

 

Gruppe B: Kopenhagen - Juventus

Noch kurz nach der Auslosung war Marvin Pourie voller Vorfreude auf die Champions League-Gruppenphase gewesen. Der 22-jährige Deutsche war vor der Saison mit der Empfehlung von 14 Toren in der ersten dänischen Liga von Silkeborg IF zum Meister FC Kopenhagen gewechselt und erklärte „Ruhrnachrichten.de“ mit Blick auf das Duell mit Real Madrid am dritten Spieltag: "Ronaldo ist ein Vorbild für mich." Selbstbewusst fügte er an: "Allerdings muss man sagen, dass auch er nur mit heißem Wasser kocht."

Doch direkt vor dem Start in die dritte Gruppenphase der Klubgeschichte gegen Juventus ist bei Pourie, der vor vier Jahren nach einer handfesten Auseinandersetzung mit Torben Hoffmann bei 1860 suspendiert worden war, Ernüchterung eingekehrt. Der Stürmer steckt im Leistungsloch und wurde von Trainer Stale Solbakken für das Heimspiel gegen die Italiener aus dem Kader gestrichen. Nominiert wurde dagegen der mittlerweile 36-jährige Abwehrrecke Olof Mellberg, der 2008/09 eine Saison bei Juventus unter Vertrag stand und auf seine Ex-Kollegen Gianluigi Buffon, Giorgio Chiellini und Sebastian Giovinco treffen wird. Claudio Marchisio wird verletzt fehlen.

Dass Juventus seine weiße Weste an Auftaktspieltagen (acht Siege und fünf Remis bei 13 Auftritten) bewahrt und der Klub nach dem Viertelfinal-Aus in der Vorsaison gegen Bayern München nun die von Coach Antonio Conte angestrebte "große Rolle" in Europa spielen wird, dafür soll vor allem Carlos Tevez sorgen. Der war am Wochenende im Derby d'Italia gegen Inter erstmals ohne Treffer für Juventus geblieben und will nun auf europäischer Bühne nachlegen - natürlich auch, um seinem Nationaltrainer Alejandro Sabella davon zu überzeugen, ihn endlich wieder in die Albiceleste zu berufen.

 

Gruppe C: Olympiakos - Paris St. Germain

Als Spieler hatte der neue Paris-Saint-Germain-Coach Laurent Blanc nur gute Erfahrungen mit Olympiakos Piräus gemacht. Der Franzose spielte einst mit Manchester United insgesamt viermal gegen die Griechen, gewann alle vier Partien und schoss dabei sogar ein Tor. Die weiße Weste würde er natürlich gerne auch als Trainer behalten. Mit seinem durch Innenverteidiger Marquinhos, Linksverteidiger Lucas Digne und Stürmerstar Edinson Cavani vor der Saison für 111 Millionen Euro verstärkten Team geht er natürlich favorisiert in das erste Gruppenspiel der Gruppe C.

Obwohl Cavani sich noch mit leichten Wehwehchen herumschlägt und seine Topform längst noch nicht erreicht hat, läuft es bei PSG nach zunächst zwei Remis zum Auftakt der heimischen Ligue 1 mittlerweile wieder rund. Der Meister gewann dreimal in Folge - zuletzt 2:0 gegen Bordeaux. "Das war unser bisher bestes Saisonspiel. Ich hoffe, das geht so weiter", erklärte Blanc laut „AAP“. "Die Champions League ist ein wichtiger Wettbewerb für Paris. Es wird schwierig, aber wir haben ein Team, das in der Lage ist, alle kommenden Matches zu gewinnen."

Aus diesem Team werden beim Trip in die griechische Hafenstadt allerdings die verletzten Alex und Javier Pastore fehlen, zudem ist Jeremy Menez fraglich. Auch der Gegner hat es durchaus in sich. Olympiakos ist mit drei Siegen und einer starken Tordifferenz von 8:1 perfekt in die Saison gestartet. Im vor der Saison vom Investor, dem griechischen Reeder Evanglos Marinakis, bis auf acht Spieler runderneuerten Kader stehen nun auch Spieler wie Vladimir Weiss und der ablösefreie Javier Saviola.

Das 4:0 über Xanthi am Wochenende war für Trainer Michel und sein Team nach eigener Aussage genau der richtige "Motivationsschub", den es für eine mögliche Überraschung und das erste Negativerlebnis für Gegner Blanc im Zusammenhang mit Olympiakos braucht.

 

Gruppe C: Benfica - Anderlecht

Sie waren die beiden herausragenden Benfica-Protagonisten der Vorsaison. Stürmer Oscar Cardozo hatte mit seinen Toren dafür gesorgt, dass der Club bis zum Schluss Chancen auf drei Titel hatte, Trainer Jorge Jesus war - so behaupten es zumindest einige Kritiker - derjenige, der mit taktischen Fehlern am Ende dafür sorgte, dass Benfica nur Triple-Vize wurde. So ähnlich wird es wohl auch Cardozo gesehen haben, als er nach dem verlorenen Pokalfinale seinen Trainer beschimpfte und rüde von sich wegstieß.

Eigentlich war das Tischtuch zwischen beiden zerschnitten. Cardozo wollte weg, ein Verkauf zerschlug sich jedoch. Daher rauften sich Jesus und Cardozo erneut - diesmal allerdings zusammen. Der Stürmer entschuldigte sich und wurde rehabilitiert. Von der Form der Vorsaison ist er allerdings wie die gesamte Benfica-Mannschaft, derzeit nur Fünfter der Liga Sagres, noch weit entfernt. Die Treffsicherheit der letzten Saison konnte er noch nicht wieder unter Beweis stellen. Treffsicher zeigt sich dafür derzeit der RSC Anderlecht.

Den Belgiern gelangen in ihren letzten sechs Pflichtspielen 24 Treffer, am Wochenende beim Kantersieg über den KV Mechelen davon gleich fünf. "Schönes Ergebnis heute! Wir schöpften Vertrauen für das Spiel am Dienstag gegen Benfica", erklärte Coach John Van den Brom laut „Anderlecht-online.de.“ Mit bereits vier Toren nach sieben Ligaspielen zeigte sich vor allem Sacha Kljestan, ein defensiver Mittelfeldspieler aus den USA, besonders treffsicher. Größere Probleme macht dagegen die Defensive. Zehn Gegentreffer sind aktuell die viertmeisten der ganzen Jupiler League. Da käme Benfica nach der schweren Verletzung von Eduardo Salvio ihr alter Torjäger Cardozo in Bestform im Duell mit den Belgiern sehr gelegen, um die Defensivprobleme eiskalt auszunutzen.

 

Gruppe D: Pilsen - Manchester City

Irgendwie kann man die Aufregung der Fans von Manchester City verstehen. 86 Pfund für eine Eintrittskarte beim Auswärtsauftakt der Champions League gegen Viktoria Pilsen sind schon happig. Vor allem, wenn man sich die dürftigen Auswärts-Leistungen der Citizens im letzten Jahr in der Königsklasse in Erinnerung ruft. Nicht einen einzigen Punkt konnte man mit nach Manchester bringen. Der eigentliche Superkader, der im Sommer noch einmal mit Ex-Fiorentina-Star Steven Jovetic weiter verstärkt wurde, war in der Champions League bisher sein Geld eigentlich nicht wert.

Und dann müssen sie nun auch noch zum Start des dritten Anlaufs auf den ersten K.o.-Runden-Einzug auch noch zu Viktoria Pilsen, das zu Hause eine absolute Macht ist. Die Tschechen gewannen zehn ihrer letzten elf europäischen Auftritte im heimischen Struncovy Sady Stadion. Das Selbstvertrauen der Gastgeber nach drei souverän überstandenen Qualifikationsrunden ist vor dem Duell daher auch groß. "Sie verfügen über immense Qualität, aber wir vertrauen auf unsere eigene Stärke und vielleicht unterschätzen sie uns ein bisschen", erklärte Pilsen-Abwehrspieler David Limberski laut „Supersport.com“.

Das wäre der größte Fehler, den Neu-Coach Manuel Pellegrini und seine Mannen machen könnten. Neben der Heimstärke genügt ein Blick auf die Ergebnisse der Vorsaison. Damals platzierte sich Pilsen in der Gruppenphase der Europa League vor Titelverteidiger Atletico Madrid und schlug auch den SSC Neapel, ehe man im Viertelfinale nur knapp an Fenerbahce scheiterte. Zudem beklagt Pellegrini eine lange Verletztenliste. Mit Micah Richards und Gael Clichy fehlen zwei Spieler der etatmäßigen Viererabwehrkette.

Kapitän Vincent Kompany ist zumindest fraglich. Auch David Silva muss ebenso definitiv passen wie Martin Demichelis, der sich noch mit einer Knieverletzung herumplagt. Klingt nicht unbedingt, als würde sich der teure Trip für die Manchester City-Fans wirklich lohnen. Allerdings hat auch Pilsen Sorgen. In der Abwehr sind Marian Cisovsky und Radim Reznik fraglich. Cisovsky-Vertreter Lukas Hejda musste zuletzt angeschlagen ausgewechselt werden.

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