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Bundesliga

  • 21. April 2012
  • • 15:30
  • • Grundig-Stadion, Nürnberg
  • Schiedsrichter: P. Gagelmann
  • • Zuschauer: 45873
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Der HSV tritt auf der Stelle - Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg

Der HSV tritt auf der Stelle - Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg

Bongarts

Mit einem 1:1 der langatmigeren Art sichert sich der „Club“ auch rechnerisch den Klassenerhalt. Der HSV überzeugt zwar nicht, hält mit dem Punkt aber Köln auf Abstand.

Nürnberg. Am 32. Spieltag der Bundesliga trennten sich der 1. FC Nürnberg und der Hamburger SV mit 1:1. Die Franken sichern sich damit auch rechnerisch den Klassenerhalt, Hamburg muss nach wie vor vorsichtig nach unten und auf den FC Köln schielen. Die Tore des Tages erzielten Heung-Min Son und Daniel Didavi.

Wollscheid und Mancienne mit Aussetzern

Die rund 40.000 Zuschauer sahen imEasy-Credit-Stadion einen sehr schleppenden Spielanfang: Der „Club“ konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit, Hamburg suchte den Weg in die Spitze, kam aber so gut wie nie durch. Erst als Wollscheid sich einen Aussetzer leistete und per Kopf auf Son ablegte, ergab sich die erste Chance des Spiels – aber der Koreaner schoss aus nächster Nähe links am Tor vorbei (13.). Nürnberg erarbeitete sich nun erste Chancen gegen die alles andere als sattelfeste HSV-Abwehr: Erst Didavi mit dem Außenrist (22.), dann nutzte Frantz einen Mancienne-Aussetzer, um Richtung Tor zu marschieren und Pekhart am zweiten Pfosten zu bedienen – für den Stürmer wurde der Winkel zu spitz, Außennetz (26.). HSV-Keeper Drobny musste noch dazu in der 23. Minute vom Platz, für ihn kam Sven Neuhaus, der mit 34 sein Bundesligadebüt feierte.

Fehlpassfestival vor der Pause

Dem HSV war das Bemühen, die offensiven Anweisungen von Trainer Fink umzusetzen, deutlich anzumerken. Aber zu viele Fehlpässe im Spielaufbau gegen aggressiv-solide verteidigende „Clubberer“ verhinderten klare Torchancen: Eher zufällig kam Rincon aus der zweiten Reihe zu einem strammen Schuss, Schäfer hatte die Kugel im Nachfassen (29.). Auf Nürnberger Seite setzten Didavi und Frantz Balitsch in Szene, doch Jansen war rechtzeitig zur Stelle (30.). Vor dem Nürnberger Kasten taten sich der emsige Son und Berg sehr schwer gegen Wollscheid und Maroh (35. und 37.). Nach einer spielerisch ganz schwachen ersten Hälfte bat Schiri Gagelmann zum Pausentee.



Nürnberg drückt, Son trifft

Die Hausherren erwischten nach dem Kabinengang den besseren Start: Nach Maks guter Hereingabe verpasste Pekhart den Ball knapp am Fünfer, anschließend schoss Didavi im Strafraum Mancienne an, bevor HSV-Keeper Neuhaus vor nachsetzenden Pekhart klärte (47.). In der 54. Minute hielt Wollscheid fulminant drauf, Keeper Neuhaus rettete klasse. Völlig gegen den Spielverlauf ging der HSV in Führung: Nach einem langen Ball enteilte Jansen Maroh, spitzelte das Spielgerät an Schäfer vorbei in die Mitte, wo Son im Gewühl die Übersicht behielt und zur Führung einnetze (59.).

Didavi markiert den Ausgleich und Saisontor Nummer Acht

Die Franken hatten gegen eine ungeordnete HSV-Abwehr umgehend die Antwort parat: Nach einem Einwurf war Simons Flanke eine gefühlte Ewigkeit unterwegs, Bruma ließ Didavi am zweiten Pfosten völlig alleine, der Youngster schoß zum Ausgleich ein (64.). Son sorgte nochmal für Unruhe am Nürnberger Strafraum (68.), im Anschluss blieb aber Nürnberg torgefährlicher: Pekhart hätte nach erneuter Hereingabe von Mak die Führung erzielen können, Mancienne war aber zur Stelle (73.). Bunjakus Trudelball nach Pinola-Zuspiel, fiel hingegen kaum noch unter die Kategorie „Torchance“.

Son und Kacar verletzt, Petric kommt noch zu Einsatzminuten

In der 84. Minute musste Son dann angeschlagen runter, für ihn kam Mladen Petric, der aber keine Impulse mehr für HSV-Offensive beisteuern konnte. Auch Kacar musste kurz vor Schluss verletzt vom Platz. Weil beide Mannschaften auch nach den Verletzungspausen vor dem gegnerischen Kasten inkonsequent blieben und sich im Mittelfeld beackerten blieb es beim 1:1. Nürnberg schafft damit auch rechnerisch den Klassenerhalt. Der HSV kann vor allem wegen dem Kölner Unentschieden aufatmen: Die Hanseaten müssten beide Partien verlieren, der FC beide noch gewinnen. Rechenerisch ist das aber noch möglich.

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