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Bundesliga

  • 21. September 2012
  • • 20:30
  • • Grundig-Stadion, Nürnberg
  • Schiedsrichter: F. Zwayer
  • • Zuschauer: 45033
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Frankfurt schlägt Nürnberg 2:1: Die Eintracht ist Spitzenreiter

Frankfurt schlägt Nürnberg 2:1: Die Eintracht ist Spitzenreiter

Bongarts

Die Eintracht fährt den vierten Sieg im vierten Spiel ein! Hoffer und Inui hatten die Frankfurter in Front geschossen, Polters Anschlusstreffer war für Nürnberg zu wenig.

Nürnberg. Eintracht Frankfurt hat einen neuen Aufsteiger-Startrekord aufgestellt und zumindest über Nacht die Tabellenspitze erobert. Im Spitzenspiel der Überraschungsmannschaften zum Auftakt des vierten Bundesliga-Spieltages bauten die Hessen mit dem 2:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg ihre makellose Bilanz auf vier Siege aus. Der überragende Japaner Takashi Inui bereitete das 1:0 des eingewechselten Österreicher Erwin Hoffer (25.) vor und erzielte das 2:0 (60.) in einem unterhaltsamen Duell selbst. Sebastian Polter schaffte per Kopf nur noch den Anschluss (76.).

Frankfurt schaffte damit als erster Neuling vier Siege in Serie zum Saisonstart. Die Bestmarke von drei Siegen zum Auftakt hatten in 50 Jahren Bundesliga zuvor nur Hansa Rostock (1991/1992) und der VfL Bochum (2002/2003) als Aufsteiger geschafft.

Bengalos brennen in Nürnberg

Gar nicht Spitze waren allerdings die Fans von Eintracht Frankfurt, die ihrem Ruf als „Randalemeister“ schon vor dem Anpfiff wieder einmal gerecht wurden. Bengalische Feuer vernebelten das Frankenstadion, Böller explodierten. Damit dürfte wieder einmal eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) fällig sein.

Vor 45.033 Zuschauern startete der Aufsteiger in der gleichen Anfangsformation wie bei den drei Siegen zuvor. Auch Kapitän Pirmin Schwegler war trotz einer schweren Erkältung zunächst mit an Bord. Es lief
allerdings zunächst nicht gut für die Frankfurter. Einen Kopfball des Nürnberger Stürmers Tomas Pekhart konnte Keeper Kevin Trapp nur mit Mühe um den Pfosten lenken (2.). Wie schon in den Auftaktspielen brachte jeder Standard des Nürnberger Spezialisten Hiroshi Kiyotake Gefahr im gegnerischen Strafraum.



Zwei Wechsel nach 20 Minuten

Dann kam es auch personell ganz übel für die Gäste: Nach 15 Minuten musste zunächst Chef Schwegler nach einem Zusammenprall mit Jubilar Hanno Balitsch (300. Bundesliga-Spiel) wegen einer Wunde am Kopf ausgewechselt werden. Fünf Minuten später ging auch Stürmer Olivier Occean humpelnd vom Feld. Für ihn
kam Erwin Hoffer - was sich allerdings als echter Glücksgriff von Trainer Armin Veh entpuppte.

Fünf Minuten nach seiner Einwechslung schoss der Österreicher nämlich nach einer Ecke zu diesem Zeitpunkt überraschend zur 1:0-Führung ins lange Eck ein. Der Führungstreffer spielte den starken Frankfurtern natürlich in die Karten, die jetzt ihr gefürchtetes Konterspiel aufziehen konnten.

Nach 30 Minuten konnte Club-Torwart Raphael Schäfer in höchster Not nach einem tollen Fernschuss des Japaners Takashi Inui klären. Die Zauberer aus Fernost drückten auch diesem Bundesliga-Spiel auf beiden Seiten ihren auf - auf der anderen Seite hielt Kiyotake aus 20 Metern drauf und Trapp konnte den Ball nur mit Mühe noch gegen den Pfosten lenken (38.).

Frankfurt besingt den Europacup

Auch nach dem Wechsel war der Japaner mit seinem Eckball Ausgangspunkt für die zweite große Gelegenheit zum Ausgleich. Der Kopfball von Timm Klose wurde jedoch noch von der Linie gekratzt (58.). Mehr Fortune hatte auf der anderen Seite kurze Zeit später Inui, der von der Strafraumgrenze trocken
zum 2:0 abschloss. Nach vier Spielen hat der Zugang vom VfL Bochum damit die sensationelle Bilanz von zwei Toren und vier Vorlagen zu Buche stehen.

Auf der anderen Seite bereite Kiyotake mit einem Freistoß den Anschlusstreffer vor - doch in der dramatischen Schlussphase konnten die Nürnberger die erste Saisonniederlage nicht mehr abwenden. Die Frankfurter Fans sangen bereits „Europacup, Europacup“.

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