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Bundesliga

  • 12. April 2015
  • • 15:30
  • • RheinEnergieStadion, Köln
  • Schiedsrichter: P. Sippel
  • • Zuschauer: 45000
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Jubel beim FC: In der Tabelle rangiert Köln nun auf dem elften Platz

Kölner Offensiv-Quartett entzaubert Hoffenheim

Jubel beim FC: In der Tabelle rangiert Köln nun auf dem elften Platz

Bongarts

Trotz 20-minütiger Unterzahl setzt sich Köln dank einer starken Kollektivleistung verdient und ungefährdet gegen zu harmlose Hoffenheimer durch. Die Analyse.

Der 1. FC Köln hat sich am 28. Bundesliga-Spieltag mit 3:2 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim durchgesetzt. Matthias Lehmann (21./Foulelfmeter), Anthony Ujah (54.) und Jonas Hector (78.) erzielten im RheinEnergieStadion die Tore für die Gastgeber. Für die TSG trafen Eugen Polanski (70./Foulelfmeter) und Anthony Modeste (88.).

Durch den Sieg zieht Köln in der Tabelle an Mainz 05 und Hertha BSC vorbei und springt auf Platz elf. Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Hoffenheim hingegen verpasste die Chance, den sechsten Platz vom FC Augsburg zu erobern und den fünftplatzierten Schalkern auf den Fersen zu bleiben.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Peter Stöger schickte sein Team im bewährten 4-4-2-System auf den Rasen. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage beim SC Freiburg am vergangenen Wochenende spielte Kazuki Nagasawa für den gelbgesperrten Slawomir Peszko. Für den Japaner war es sein erstes Bundesliga-Spiel von Beginn. Zudem ersetzte Yuya Osako Deyverson (Muskelprobleme) als zweite Spitze neben Anthony Ujah.

Hoffenheim antwortete mit einem 4-3-2-1-Tannenbaumsystem. Trainer Marcus Gisdol nahm nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund (2:3 nach Verlängerung) zwei Änderungen vor: Jin-Su Kim ersetzte Jeremy Toljan, der 18-jährige Nadiem Amiri rückte für Pirmin Schwegler (Rückenprobleme) in die erste Elf. An vorderster Front spielten erneut Kevin Volland, Roberto Firmino und Sven Schipplock.

1.: Was für ein Auftakt! Schipplock kommt über die rechte Seite in den Strafraum und bringt den Ball ins Zentrum zu Firmino. Den Schuss des Brasilianers lenkt der heranstürmende Pawel Olkowski noch ebenso an den linken Pfosten.

3.: Die erste Chance für Köln. Ujah bedient Osako, der von rechts in den Strafraum zieht. Jin-Su Kim stößt den Japaner ungeschickt um, hat dabei den Arm ausgefahren. Das hätte Elfmeter geben müssen.

11.: Marcel Risse verliert den Ball im Mittelfeld gegen Firmino. Über Kim kommt das Leder zu Volland, der mit seinem Flachschuss an Horn scheitert.

19.: Elfmeter für Köln. Risse schlägt den Ball blind nach vorne. Ermin Bicakcic ist da, lässt sich aber von Osako abkochen, der erneut von rechts in den Sechszehner zieht. Bicakcic bleibt dran, zieht den Kölner am Trikot, und trifft ihn auch mit den Füßen.

20. 1:0, Lehmann: Flach, schwach, mittig – und trotzdem drin: Der Kapitän ekelt den fälligen Elfmeter über die Linie.

22.: Rudy lupft den Ball über die Kölner Hintermannschaft hinweg auf Firmino. Der zieht ab, doch wieder ist Horn zur Stelle.

24.: Nagasawa bekommt den Ball im Zentrum, sein Drehschuss wird abgeblockt, dann ist Sebastian Rudy mit der Hand am Ball. Knifflige Szene, aber wohl kein Elfmeter.

39.: Köln schnuppert am 2:0: Risse kommt über rechts, tunnelt Kim und bedient den im Strafraum lauernden Ujah. Der trifft aus der Drehung den Pfosten.

53., 2:0 Ujah: Jetzt ist es soweit! Über Nagasawa und Osako kommt der Ball wieder zu Ujah. Der überlistet Oliver Baumann mit einem Schuss ins kurze Eck.

69.: Elfmeter für Hoffenheim. Olkowski holt den eingewechselten Modeste übel von den Beinen. Völlig zu Recht gibt es den zweiten Elfmeter des Spiels und die Rote Karte für den Polen.

70. 2:1, Polanski: Wie Lehmann schießt auch Polanski den Strafstoß in die Mitte. Allerdings deutlich härter und höher.

72.: Modeste setzt zum Fallrückzieher an und verpasst den Ausgleich hauchdünn.

78. 3:1, Hector: Hector gegen alle! Der Linksverteidiger lässt Rudy, Beck, Polanski und Bicakcic wie Slalomstangen stehen und trifft zur Vorentscheidung.

88. 3:2 Modeste: Rudy bringt eine Ecke von rechts in den Strafraum. Horn kommt raus, aber nicht an den Ball, Modeste köpft ein. Klarer Torwartfehler.

Fazit: Köln fährt einen insgesamt verdienten Sieg ein, musste aber nach dem Platzverweis zwischenzeitlich zittern. Hoffenheim schaffte es erst in Überzahl, den Gastgeber unter Druck zu setzen. 

Die besten Bindes des Spieltags

Der Star des Spiels: Yuya Osako. Der quirlige Japaner wirbelte die Hoffenheimer Defensive gehörig durcheinander. Er holte den Elfmeter raus und hätte einen weiteren bekommen müssen. Zudem legte der 24-Jährige den zweiten Treffer auf.

Der Flop des Spiels: Jin-Su Kim. Der Hoffenheimer Linksverteidiger hatte große Probleme mit den schnellen Kölnern Risse, Nagasawa und Osako. In seinen Zweikämpfen wirkte er teils überfordert.

Der Schiedsrichter: Peter Sippel hatte die Partie insgesamt gut in Griff. Beide Elfmeterentscheidungen waren richtig, ebenso wie die Rote Karte. Allerdings hätte Köln einen weiteren Elfmeter bekommen müssen, als Kim Osako von den Beinen holte. Der Japaner hatte zwar zuvor im Abseits gestanden, dies hatte das Schiedsrichtergespann aber nicht gesehen.

Das fiel auf:

  • Beide Defensivabteilungen hatten große Probleme, die gegnerischen Sturmreihen zu verteidigen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen.
  • Sebastian Rudy ließ sich im Spielaufbau der Hoffenheimer zwischen die Innenverteidiger zurückfallen. Andreas Beck und Kim schoben wiederum weit nach vorne.
  • Das Kölner Offensivquartett Risse, Nagasawa Osako und Ujah stellte die Hoffenheimer Hintermannschaft immer wieder vor große Probleme.
  • Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahm Köln mehr und mehr die Kontrolle. Hoffenheim hingegen biss sich an der immer besser stehenden Kölner Defensive die Zähne aus.
  • Mit der Hereinnahme von Modeste kam Hoffenheim im Sturmzentrum zu mehr Durchschlagskraft.
  • Die Rote Karte für Olkowski brachte zunächst die spielerische Wende: Hoffenheim drückte mächtig aufs Gas und kam schon kurz nach dem Anschlusstreffer zu zwei guten Gelegenheiten.

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