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Bundesliga

  • 8. März 2015
  • • 15:30
  • • RheinEnergieStadion, Köln
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 50000
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ENDE
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Erzielte den Führungstreffer: Deyverson (r.)

FC Köln beendet seinen Heimfluch mit einem Paukenschlag

Erzielte den Führungstreffer: Deyverson (r.)

Getty Images

Aufgrund einer erschreckend schwachen Abwehrleistung kommt Eintracht Frankfurt trotz eines Doppelpacks von Alexander Meier beim 1. FC Köln unter die Räder.

Der 1. FC Köln hat dank eines furiosen Finales seinen Heimfluch gebannt und mit dem 600. Bundesliga-Sieg seiner Geschichte einen großen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht. Die Rheinländer gewannen gegen Eintracht Frankfurt verdient mit 4:2 (1:0) und verbesserten sich mit ihrem ersten Heimerfolg seit dem 18. Oktober auf Rang elf.

Die erste Führung des FC durch das erste Liga-Tor von Winter-Neuzugang Deyverson (28.) hatte Alex Meier noch egalisiert (58.). Dann schlug aber der FC eiskalt zu. Der gebürtige Kölner Marcel Risse (72.), Yuya Osako (79.) und Anthony Ujah (82.) machten innerhalb von zehn Minuten den zweiten Heimsieg und den bislang höchsten Sieg in dieser Saison perfekt, durch den sich die Geißböcke auf Rang elf verbesserten. Meyer konnte in der Nachspielzeit (90.+3) für die Gäste nur noch verkürzen, führt aber mit 18 Treffern die Torjägerliste an. Kevin Wimmer hatte den Strafstoß verursacht und dafür die Rote Karte gesehen.

Die Wende?

Seit dem 2:1 gegen Borussia Dortmund im Herbst vergangenen Jahres war der FC in sieben Heimspielen sieglos geblieben. Die Hessen, die zuletzt 1994 beim FC gewannen und in dieser Saison seit sechs Auswärtsspielen auf einen Erfolg warten, sind mit drei Zählern mehr Neunter.

Kölns Trainer Peter Stöger hatte nach nur fünf Toren in den ersten elf Heimspielen dem beim 1:2 im Pokal in Freiburg Pokal erfolgreichen Deyverson eine erste Bewährungschance von Beginn an gegeben. Bei der Eintracht kehrte Carlos Zambrano nach Sperre zurück, zudem rückte Chelsea-Leihgabe Lucas Piazon, beim 1:0 gegen Schalke als Joker Siegtorschütze, in die Startelf.

Die 50.000 Zuschauer in der ausverkauften WM-Arena sahen zunächst ein nahezu einschläferndes Spiel, in dem Torraumszenen Mangelware blieben. Die Kölner hatten zudem Pech, als der schwache FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher ihnen nach einem Foul von Timothy Chandler an Kevin Wimmer den durchaus berechtigten Foulelfmeter verweigerte (13.).

Abwehrprobleme

Wie aus dem Nichts dann die kuriose Führung der Gastgeber: Nach einem Abstoß von Timo Horn sprangen die Frankfurter Innenverteidiger Marco Russ und Carlos Zambrano unter dem Ball durch und Deyverson lupfte ihn über den herauseilenden Kevin Trapp ins Tor. 14 Minuten später rettete Trapp nach missglückter Abseitsfalle gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Ujah glänzend.

Die Eintracht enttäuschte im Spiel nach vorne zunächst komplett. Meier hatte im ersten Durchgang ganz fünf Ballkontakte. Doch nach dem Wechsel wurde die Eintracht zunächst stärker und Meier belohnte sie prompt: Nach schöner Kombination über Bastian Oczipka, der nach SID-Informationen ebenso wie Kölns Jonas Hector vom englischen Zweitligisten FC Fulham beobachtet wurde, und Piazon scheiterte er zunächst an Timo Horn, war aber im Nachsetzen erfolgreich. Chandler verpasste das 1:2 aus mehr als 20 Metern nur knapp (71.), doch fast im Gegenzug war Risse mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich. Osako und Ujah machten dann aus der Arena einen Hexenkessel, in dem die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

Beste Spieler beim FC waren Deyverson und Dominic Maroh. Bei der Eintracht hinterließ Oczipka den besten Eindruck.

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