Mertesacker über die Einstellung vieler Talente: "Immer mehr Individualisten"

Mertesacker sorgt sich um die Aufstiegschancen von Talenten in Nachwuchsleistungszentren, kritisiert aber auch die Mentalität dieser jungen Spieler.
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Weltmeister Per Mertesacker hat den Egoismus vieler Jungprofis kritisiert. Es gebe "heutzutage immer mehr Individualisten. Immer mehr ich, ich, ich", sagte der 33-Jährige dem Spiegel: "Die Mentalität vieler junger Spieler ist, erst einmal die Hand aufzuhalten, bevor man überhaupt ein Spiel in der ersten Liga gemacht hat."

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Gleichzeitig sorgt sich Mertesacker um die Zukunft vieler Nachwuchsspieler. Aus der Akademie des FC Arsenal, deren Leitung der 104-malige Nationalspieler im kommenden Sommer übernimmt, werde nicht mehr als ein Prozent der Fußballer den Sprung nach oben schaffen: "Das ist atemberaubend. Man muss sich auch um die kümmern, die vor dem Nichts stehen", sagte er. 80 Prozent der Fußballer, die mit 16 einen Vertrag hätten, seien später arbeitslos.

Mertesacker kritisiert zudem die Fixierung auf die Nachwuchszentren. "Ich würde auch mal behaupten, dass ich es nicht geschafft hätte in einem solchen System", so Mertesacker. Er sei mit 13 Jahren wegen Wachstumsproblemen weggeschickt worden: "Wenn man heute als Teenager ein Jahr verletzt ist, kommt man nie wieder ins System rein."